Börse New York
Verschnaufpause an der Wall Street

Die Wall Street geht kaum verändert ins Wochenende. Der Internethandelsriese Amazon sorgte für gemischte Gefühle bei den Anlegern. Im Fokus stand auch die Aktie des Spieleentwicklers Activision Blizzard.
  • 0

New YorkDie Wall Street hat zur Halbzeit der US-Bilanzsaison am Freitag eine Verschnaufpause eingelegt und sich kaum bewegt. Zwar starteten die drei Indizes mit Verlusten in den letzten Handelstag der Woche, doch kehrte sich der Trend im Geschäftsverlauf um, so dass Dow & Co zum Börsenschluss leicht über der Null-Linie lagen.

Der Dow-Jones-Index der 30 Standardwerte ging mit einem hauchdünnen Plus von 0,02 Prozent oder 15.558 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P500 legte um 0,08 Prozent auf 1691 Stellen zu, der technologielastige Nasdaq schaffte 0,22 Prozent auf 3613 Punkte. Auf Wochensicht legte der Dow um 0,1 Prozent zu, der S&P 500 notierte unverändert, die Nasdaq gewann 0,7 Prozent. In Frankfurt ging der Dax mit einem Minus von 0,65 Prozent und 8245 Punkten ins Wochenende.

Die anfänglichen Kursverluste trafen nahezu alle im Dow Jones und im S&500 gelisteten Firmen und Branchen. Das deute auf Gewinnmitnahmen hin, analysierte Paul Zemsky von ING Investment Management in New York das Börsengeschehen. "In der letzten Woche eines guten Monats ist es keine verrückte Idee, Gewinne einzustreichen." Viele Händler hätten auch Kasse gemacht, weil in der kommenden Woche einige wichtige makroökonomische Daten zum Beispiel über das Wachstum der US-Wirtschaft im zweiten Quartal Aufschluss über ein Ende der lockeren Geldpolitik der Zentralbank Fed geben könnten, gab Zemskys Kollege Drew Nordlicht von HighTower San Diego. Auch gehe die Berichtssaison weiter.

Bei den Einzelwerten lagen die Titel von Amazon 2,8 Prozent im Plus, nachdem sie mit einem Verlust von 1,3 Prozent in den Handel gestartet waren. Der Online-Händler nimmt Verluste in Kauf, um seinen Umbau zu einem breit aufgestellten Technologie-Konzern zu bezahlen. Kräftig ins Minus ging es dagegen für den Online-Spiele-Hersteller Zynga, dessen Aktien 14 Prozent verloren. Der "Farmville"-Schöpfer kämpft gegen einen Einbruch bei den Spieler-Zahlen.

Bei den Kollegen von Activision Blizzard ging es dagegen mit mehr als 15 Prozent deutlich aufwärts. Die Amerikaner haben sich für mehr als sechs Milliarden Euro vom französischen Medienriesen Vivendi freigekauft.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 600 Millionen Aktien den Besitzer. 1401 Werte legten zu, 1558 gaben nach und 116 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,7 Milliarden Aktien 942 im Plus, 1539 im Minus und 109 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Börse New York: Verschnaufpause an der Wall Street"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%