Börse New York
Wahl-Verunsicherung schickt Wall Street ins Minus

Hillary Clintons Vorsprung bei der US-Wahl schmilzt aufgrund der E-Mail-Affäre dahin und die Unsicherheit über den Ausgang der US-Wahl steigt. Das macht auch den Anlegern an der Wall Street Sorgen.

New YorkDie Unsicherheit über den Ausgang der Präsidentenwahl und schwache Konjunkturdaten haben den US-Börsen am Dienstag erneut zugesetzt. Eigentlich hätten die Märkte bereits auf einen Sieg von Hillary Clinton bei der Wahl am 08. November gesetzt, sagte Randy Frederick vom Wertpapierhändler Charles Schwab. Die jüngsten Nachrichten, wonach das FBI in Clintons E-Mail-Affäre wieder aktiv geworden ist, sorge nun aber für Nervosität. Clintons Herausforderer Donald Trump gilt wegen seiner Unberechenbarkeit als Investorenschreck.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent tiefer bei 18.037 Punkten, nachdem er zwischenzeitlich bis auf 17.940 Stellen abgesackt war. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,7 Prozent auf 2111 Zähler. Auch der Index der Technologiebörse Nasdaq gab um 0,7 Prozent auf 5153 Stellen nach. In Frankfurt hatte der Deutsche Aktienindex Dax 1,3 Prozent verloren.

Die US-Bauausgaben sanken im September überraschend um 0,4 Prozent. Volkswirte hatten ein Plus von 0,5 Prozent erwartet. Schon im August hatte es ein Minus von 0,5 Prozent gegeben. Experten zufolge deutet der Rückgang darauf hin, dass die Daten für das US-Wirtschaftswachstum im dritten Quartal nach unten korrigiert werden könnten.

Investoren warten auch auf das Ergebnis der Sitzung der US-Notenbank, die am Mittwoch endet. Zwar wird so kurz vor der Wahl keine Zinserhöhung erwartet. Die Anzeichen für einen Zinsschritt im Dezember könnten sich aber verdichten.

Unter Druck standen Aktien der großen Autobauer, nachdem es auf dem Heimatmarkt auch im Oktober ein Absatzminus gab. Papiere von General Motors verloren 0,4 Prozent, Fiat Chrysler und Ford jeweils 1,1 Prozent.

Pfizer gaben zwei Prozent nach. Der Pharmakonzern stoppte die Entwicklung eines Cholesterinmittels und sagte deshalb Gewinneinbußen voraus.

Papiere von Thomson Reuters stiegen indes um 4,2 Prozent. Der Nachrichten- und Finanzdatenkonzern will sich verschlanken und dazu weltweit 2000 Stellen abbauen.

Um rund 30 Prozent kletterten Aktien von Valeant. Das "Wall Street Journal" hatte berichtet, der Pharmakonzern verhandele über den Verkauf seiner Magenmedikamentsparte für etwa zehn Milliarden Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,08 Milliarden Aktien den Besitzer. 703 Werte legten zu, 2258 gaben nach, und 129 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,87 Milliarden Aktien 846 im Plus, 1939 im Minus und 205 unverändert.

US-Staatsanleihen notierten kaum verändert. Die zehnjährigen Bonds verringerten sich um 1/32 auf 97-01/32. Sie rentierten mit 1,83 Prozent. Die 30-Jährigen traten mit 93-05/32 auf der Stelle und hatten eine Rendite von 2,58 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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