Börse New York
Wall Street auf höchstem Stand aller Zeiten

Die US-Börsen arbeiten sich von Rekord zu Rekord: So hoch wie am Montag standen die Indizes noch nie. Dabei gibt es eigentlich kaum einen Grund für die Rally. Die Zahlen der Unternehmen enttäuschen.
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New YorkDie US-Börsen haben zum Wochenauftakt zugelegt und erneut mit Rekordständen geschlossen. Experten in New York sprachen allerdings von einem Handelstag ohne große Impulse für die Kauflust der Anleger. Zudem klingt die Bilanzsaison in dieser Woche aus.

Der Dow-Jones-Index schloss bei 17.613 Punkten 0,23 Prozent im Plus. Im Verlauf pendelte er zwischen 17.547 und 17.621 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit 2038 Zählern 0,3 Prozent höher aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq gewann 0,4 Prozent und schloss bei 4651 Punkten. Für Dow und S&P waren das neue Schlussrekorde. In Frankfurt war der Dax mit 9351 Punkten und damit einem Plus von 0,65 Prozent aus dem Handel gegangen.

Analysten wie Tim Ghriskey von Solaris Group sprachen von einem Handelstag ohne Antriebsfedern. Die Wall Street verzeichne eine "zurückhaltende Tagesrally", sagte er. Dabei können sich die Händler immer weniger auf Quartalszahlen der US-Unternehmen als Motoren verlassen: In dieser Woche stehen gerade noch 16 Ergebnisse der S&P-500-Unternehmen aus, darunter von Wal-Mart, Macy's und Cisco.

Nach Thomson-Reuters-Daten haben 74,6 Prozent der S&P-Unternehmen, die bisher berichtet haben, die Erwartungen der Analysten übertroffen. In den vergangenen drei Wochen haben der Dow Jones und der S&P 500 je mehr als sieben Prozent zugelegt.

Im Dow fielen die Titel von Merck & Co um 0,89 Prozent auf 58,81 US-Dollar. Der Pharmakonzern kommt einer Studie zufolge bei seinem Versuch nicht voran, die Behandlungsdauer der Infektionskrankheit Hepatitis C um die Hälfte auf vier Wochen zu reduzieren.

Dafür hatte Merck der Kombination zweier eigener Medikamente noch eine Arznei des Wettbewerbers Gilead Sciences hinzugefügt. Dessen Aktien stiegen um 0,54 Prozent. Auf mittlere Sicht verbessere die Studie die Wettbewerbsposition von Gilead, sagte ein Analyst. Es könnte sich als schwierig erweisen, die Behandlungszeit auf weniger als acht Wochen zu verringern.

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