Börse New York
Wall Street auf Viermonatshoch

Unerwartet starke Konjunkturdaten haben die US-Börsen zum Wochenschluss angeschoben. Die guten Zahlen vom Arbeitsmarkt und der US-Industrie sorgten für Optimismus bei den Händlern.

New YorkDer Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent fester bei 17.792 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg ebenfalls um 0,6 Prozent auf 2072 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,9 Prozent auf 4914 Stellen zu. In Frankfurt hatte der Dax 1,7 Prozent auf 9794 Punkte nachgegeben.

Die US-Wirtschaft hat im März 215.000 neue Jobs geschaffen, erwartet worden waren nur 205.000. Dies hatte am Aktienmarkt zunächst zu fallenden Kursen geführt, weil starke Daten vom Arbeitsmarkt der US-Notenbank mehr Spielraum für Zinsanhebungen geben. Höhere Zinsen schmälern aber tendenziell Firmengewinne und kommen daher an der Börse nicht gut an. Im Handelsverlauf drehten die Indizes aber und Händler sagten, es setze sich vermehrt die Ansicht durch, dass auch die positiven Auswirkungen der Job-Daten auf die Wirtschaft gesehen werden müssten.

Unerwartet freundlich waren auch die Zahlen zum Geschäft der US-Industrie im März. Der Einkaufsmanagerindex kletterte um 2,3 auf 51,8 Punkte und liegt damit wieder über der Schwelle von 50 Zählern, ab der es Wachstum signalisiert. Auch die Aussichten sind gut: Die Aufträge legten so kräftig zu wie seit knapp anderthalb Jahren nicht mehr.

Die Ölpreise fielen indes um rund vier Prozent. Aussagen aus Saudi-Arabien hatten die Skepsis bekräftigt, dass es demnächst tatsächlich zu einem Einfrieren der Ölproduktion bei den großen Förderländern kommt. Die Preise stehen seit langem unter Druck, weil mehr Öl gefördert als nachgefragt wird.

Tesla-Aktien legten 3,4 Prozent zu. Der Elektroauto-Pionier verzeichnet eine hohe Nachfrage nach seinem neuen Modell, das auf den Massenmarkt abzielt.

Die Aktien der großen Autobauer, darunter GM, Ford und FiatChrysler, gaben indes nach, weil der Absatz in den USA im März zumeist unter den Erwartungen blieb.

BlackBerry verloren 7,5 Prozent. Der Smartphone-Pionier rutschte wegen hoher Restrukturierungskosten tief in die roten Zahlen.

Ebenfalls für Enttäuschung sorgte die sich abzeichnende Großfusion in der Hotelbranche. Im Rennen um die US-Hotelkette Starwood ist der Rivale Marriott fast am Ziel, nachdem andere Bieter überraschend ausstiegen. Aktien von Marriott verloren 5,7 Prozent, Starwood 4,8 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%