Börse New York
Wall Street beendet die Woche im Plus

Der New Yorker Aktienmarkt hat am Freitag mit leichten Kursgewinnen geschlossen. Ermutigende Unternehmenszahlen drängten die europäische Schuldenkrise in den Hintergrund. Die Papiere von Amazon legten kräftig zu.
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New YorkAn der Wall Street haben zum Wochenschluss ermutigende Unternehmenszahlen die Sorgen um die Konjunktur und das kriselnde Europa in den Hintergrund gedrängt. Eine wichtige Marktstütze war der Amazon-Konzern, der die Anleger mit seinem Umsatzplus erfreute.

Der weltgrößte Online-Händler sorgte damit für einen ähnlichen Glanzpunkt wie zuletzt Apple. Beide setzten der für Börsianer bislang größtenteils erfreulichen Berichtssaison die Krone auf.

Auch eine spürbare Konjunkturabschwächung im ersten Quartal trübte die Stimmung nicht entscheidend ein. Sinkende Investitionen der Unternehmen drückten das Wachstum auf eine Jahresrate von 2,2 Prozent. Analysten hatten nur einen Rückgang auf 2,5 Prozent erwartet.

„Die Nachrichten werden schlechter und schlechter, doch die Märkte reagieren nicht wirklich darauf“, sagte David James von James Investment Research. Im Moment stehe die Berichtssaison im Vordergrund.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte 0,2 Prozent auf 13.228 Punkte zu. Im Tagesverlauf pendelte der Leitindex zwischen 13.192 und 13.266 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1403 Zählern, ein Plus von 0,2 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,6 Prozent auf 3069 Punkte. Auf Wochensicht legte der Dow-Jones-Index 1,5 Prozent, der S&P 500 1,8 Prozent und die Nasdaq 2,3 Prozent zu. In Frankfurt ging der Dax mit einem Plus von 0,9 Prozent bei 6801 Zählern aus dem Handel.

Zufriedenstellende Quartalszahlen der US-Unternehmen überstrahlten auch die Herunterstufung Spaniens durch Standard & Poor's, die die Börsianer daran erinnerte, dass die europäische Schuldenkrise noch lange nicht ausgestanden ist. „Im großen und ganzen war die Berichtssaison positiv“, sagte Marktanalyst Andre Bakhos von Lek Securities. „Sie erwies sich als Gegengewicht zur Schuldensituation in Europa und den zuletzt durchwachsenen Wirtschaftsdaten.“

Ein Kursfeuerwerk legte die Amazon-Aktie mit einem Plus von fast 16 Prozent hin. Anleger honorierten insbesondere, dass sich der teure Investitionskurs offenbar langsam auszuzahlen beginnt. Über seinen Tablet-Computer Kindle Fire verkaufte der Konzern im ersten Quartal deutlich mehr digitale Produkte wie E-Books, Magazine und Spiele. Hier liegt für Amazon das Geschäft der Zukunft.

Auch auf die Zahlen des Reiseportals Expedia reagierten Investoren euphorisch und machten die Anteilsscheine zum größten Gewinner am Markt. Das Kursplus betrug knapp 24 Prozent.

Ford übertraf dank starker Absätze auf dem Heimatmarkt im ersten Quartal die Erwartungen von Analysten. Aber das Management sprach von Marktanteilsverlusten in den USA im April. Die Ford-Papiere gaben daher 2,3 Prozent ab. Abwärts ging es auch mit den Titeln von Procter & Gamble. Sie verloren 3,6 Prozent. Der Konsumgüterriese senkte seine Gewinnerwartungen für dieses Jahr.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 790 Millionen Aktien den Besitzer. 2006 Werte legten zu, 965 gaben nach und 133 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,78 Milliarden Aktien 1635 im Plus, 864 im Minus und 121 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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