Börse New York: Wall Street beendet erfolgreiche Börsenwoche

Börse New York
Wall Street beendet erfolgreiche Börsenwoche

Google und General Electric haben die Anleger mit ihren Bilanzen enttäuscht - doch andere Technologieriesen konnten überzeugen. Die US-Investoren warteten auf die Verhandlungsergebnisse aus Athen.
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New YorkAnlegern in den USA haben die unerwartet schwachen Geschäftszahlen der Börsenschwergewichte Google und General Electric kaum die Laune vermiest. Der Dow-Jones-Index verbuchte am Freitag Gewinne und auch der S&P-500 legte leicht zu. Erfreuliche Nachrichten von IBM, Intel und Microsoft schürten die Erwartung, dass deren Kunden nicht mehr so sorgenvoll auf die Konjunktur blicken und wieder mehr Geld für Technologie-Ausgaben lockermachen.

Zudem waren die Anleger optimistisch, dass ein Durchbruch bei den Gesprächen der griechischen Regierung mit ihren privaten Gläubigern über einen Schuldenerlass kurz bevorstand. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging mit einem Plus von 0,8 Prozent auf 12.720 Punkte aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um knapp 0,1 Prozent auf 1315 Zähler. Lediglich der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor knapp 0,06 Prozent auf 2786 Stellen. Auf die Woche gesehen legte der Dow 2,4 Prozent zu, der S&P-500 zwei Prozent und die Nasdaq 2,8 Prozent. In Frankfurt schloss der Dax am Freitag 0,2 Prozent schwächer mit 6404 Punkten.

Google enttäuschte sowohl mit Umsatz als auch mit dem Gewinn im Schlussquartal 2011. Investoren hatten gehofft, der rekordhohe Online-Handel in den USA lasse die Werbeeinnahmen leicht steigen. Stattdessen sanken die Einnahmen pro Seitenaufruf um acht Prozent - der erste Rückgang im Vorjahresvergleich seit mehr als zwei Jahren. Google-Aktien verloren 8,4 Prozent. Auch General Electric verfehlte die Erwartungen. Der Umsatz ging deutlich zurück. Der Mischkonzern machte dafür unter einem ein schwaches Geschäft in Europa verantwortlich und kündigte Konsequenzen auf dem Kontinent an. GE-Aktien notierten zeitweise ein Prozent im Minus.

Bei Microsoft stieg der Umsatz im Quartal um fünf Prozent. Die Aktien legten 5,7 Prozent zu. Intel steigerte Umsatz und Gewinn und verhalf seinen Aktien damit zu einem Kursplus von drei Prozent. IBM übertraf mit einem Gewinnsprung die Erwartungen, die Papiere kletterten um 4,4 Prozent. Aktien von American Express verloren fast zwei Prozent. Der Finanzkonzern musste mehr Geld für faule Kredite zurücklegen.

Analysten verwiesen darauf, dass die aktuelle Berichtssaison noch in der Anfangsphase stecke. Es sei daher als gute Nachricht zu bewerten, dass der Markt nicht auf den schleppenden Beginn der Saison reagiert habe, sagte Fred Dickson, der Chef-Marktstratege von D.A. Davidson in Lake Oswego, Oregon. Mit Spannung wurde die Entwicklung in der Euro-Schuldenkrise verfolgt. Griechenland kam am Freitag in den Verhandlungen mit den Banken einer Lösung offenbar näher.

Im Rahmen eines freiwilligen Anleihentausches würden die Gläubiger auf 65 bis 70 Prozent ihrer Ansprüche verzichten, hieß es in Kreisen. Die Regierung verhandelt seit Monaten mit dem Bankenverband IIF über einen Forderungsverzicht der privaten Gläubiger. Ob sich am Ende genügend private Gläubiger - neben Banken unter anderem Versicherer und Hedgefonds - daran beteiligen, ist offen. An der New York Stock Exchange wechselten rund 930 Millionen Aktien den Besitzer. 1716 Werte legten zu, 1237 gaben nach und 129 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,97 Milliarden Aktien 1507 im Plus, 984 im Minus und 107 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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