Börse New York
Wall Street beschließt die Woche im Minus

US-Anleger haben sich am Freitag auf die Aktien der Finanzbranche konzentriert. Zwar überraschten JP Morgan und Wells Fargo mit starken Bilanzen. Dennoch schloss die Wall Street mit Verlusten.
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New YorkSorgen vor sinkenden Gewinnmargen der Banken haben die Wall Street zum Wochenschluss belastet. Börsianer zeigten sich von Bilanzen der Geldhäuser enttäuscht und stießen die Papiere auf breiter Front ab. Die US-Börsen verbuchten die schwächste Woche der vergangenen vier Monate. Überraschend positive Konjunkturdaten konnten die Verluste nur noch eingrenzen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss kaum verändert bei 13.328 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte das Leitbarometer zwischen 13.296 und 13.401 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1428 Punkten, ein Abschlag von 0,3 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,2 Prozent und ging mit 3044 Punkten aus dem Handel. Auf Wochensicht verlor der Dow 2,1 Prozent, der S&P 2,2 Prozent und die Nasdaq 2,9 Prozent. In Frankfurt ging der Dax mit einem Minus von 0,7 Prozent bei 7232 Zählern aus dem Handel.

Investoren konzentrierten sich besonders auf die Finanzbranche. Bankentitel verloren, der KBW Bankenindex gibt mit einem Minus von 2,5 Prozent aus dem Handel. JPMorgan Chase gab 1,1 Prozent ab, der kleinere Konkurrent Wells Fargo 2,6 Prozent. JP Morgan hatte - gestützt auf das Geschäft mit Immobilienkrediten - seinen Gewinn im dritten Quartal um ein Drittel gesteigert. Auch Wells Fargo verzeichnete einen höheren Profit.

Für Börsianer - auch in Frankfurt - war dies zunächst ein Lichtblick nach den enttäuschenden Zahlen des Aluminiumkonzerns Alcoa und des Chipherstellers AMD. Im Handelsverlauf zeigten sich Börsianer allerdings von der Einnahmenentwicklung bei Wells Fargo enttäuscht - und stießen auch Aktien anderer Geldhäuser ab.

In den Hintergrund geriet das überraschend starke Verbrauchervertrauen in den USA. Die Stimmung der Konsumenten hellte sich spürbar auf: Der Index für das Verbrauchervertrauen stieg Anfang Oktober auf 83,1 Zähler von 78,3 Punkten im September, wie aus der Umfrage von Reuters und der Universität Michigan hervorging. Das ist der höchste Wert binnen fünf Jahren.

Steil bergab ging es mit den Aktien des Intel-Konkurrenten Advanced Micro Devices. Das Unternehmen erwartet für das abgelaufene Geschäftsquartal einen Umsatzrückgang um zehn Prozent im Vergleich zum Vorquartal und macht dafür die schwächere Weltwirtschaft verantwortlich. AMD hat allerdings wie seine Konkurrenten damit zu kämpfen, dass immer mehr Computernutzer die klassischen PCs meiden und lieber über Smartphones und Tablet-PCs ins Netz gehen. Die AMD-Aktie fiel um mehr als 14 Prozent. Intel-Papiere gaben 0,9 Prozent nach.

Auch Apple stand im Fokus. Nachdem das Papier wegen einer Niederlage im Patentstreit mit Samsung zunächst verlor, drehte die Aktie im Handelsverlauf 0,3 Prozent ins Plus. Einem Insider zufolge dürfte der Konzern am 23. Oktober das mit Spannung erwartete iPad Mini vorstellen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 620 Millionen Aktien den Besitzer. 1067 Werte legten zu, 1868 gaben nach und 145 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,54 Milliarden Aktien 825 im Plus, 1614 im Minus und 120 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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