Börse New York
Wall Street blickt auf Europa

Von den Unternehmen kommen in dieser Woche weniger Zahlen. Deshalb dürfte wieder die Euro-Schuldenkrise der Wall Street den Takt vorgeben. Manchester United wirbt für seinen Börsengang.
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New YorkDie Bilanzsaison wird etwas ruhiger und so rechnen Experten damit, dass der Umgang mit den dramatisch hohen Zinsen der Südländer darüber entscheiden wird, ob die New Yorker Börsen ihren Schwung in die neue Woche mitnehmen können. Positive Arbeitsmarktdaten hatten am Freitag für Erleichterung gesorgt und den Handel spürbar angetrieben.

Die Europäische Zentralbank werden Investoren weiter im Blick halten. Im Kampf gegen die Schuldenkrise hatte Präsident Mario Draghi seine Bereitschaft zu massiven Eingriffen unterstrichen. Analysten erwarten nun, dass die Zentralbank in nicht allzu ferner Zukunft zur Tat schreiten wird.

Investoren werden die anstehenden Bilanzen vor allem dazu nutzen, um Rückschlüsse auf die Stimmung der US-Verbraucher zu ziehen. Am Mittwoch legt mit Macy's die führende Kaufhauskette ihre Zahlen vor. Nach enttäuschenden Verkäufen im Mai und Juni steht die Frage im Mittelpunkt, ob der Konzern an seinem Jahresausblick festhalten kann. Die Bilanz der Handelskette J.C. Penney am Freitag soll klären, ob sich die als riskant eingestufte neue Preisstrategie ausgezahlt hat. Daneben geben Medienkonzerne Einblicke in ihre Geschäfte: Am Dienstag stehen die Zahlen von Walt Disney an, einen Tag später von News Corp.

Am Montag startet der Traditions-Fußballclub Manchester United in New York die Werbetour für seinen Börsengang bei Investoren (Roadshow). Der Verein will an der Wall Street rund 330 Millionen Dollar einsammeln. Bei einem erfolgreichen Gang aufs Parkett würde Manchester United mit 3,3 Milliarden Dollar bewertet.

Neben den Zahlen der Handelskonzerne dürften auch Konjunkturdaten Aufschlüsse über das Verhalten der Verbraucher geben. Am Dienstag werden Daten zu Verbraucherkrediten veröffentlicht. Am Donnerstag steht das Handelsdefizit für Juni an. Es wird erwartet, dass sich das Minus leicht auf 47,4 Milliarden Dollar verkleinert hat.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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