Börse New York
Wall Street dreht ins Plus

Die Berichtssaison in den USA ist angelaufen. Als erstes hat traditionell der Aluminiumkonzern Alcoa seine Zahlen veröffentlicht. Die Reaktionen fallen gemischt aus. Der Donnerstag endet jedoch im Plus.
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New YorkDie Wall Street hat am Donnerstag Gewinne verbucht. In einem unruhigen Handel stießen vor allem Energiewerte auf Interesse der Anleger, die sich am deutlich gestiegenen Ölpreis orientierten. Große Sprünge machten die Börsenbarometer jedoch nicht, auch weil die jüngsten Konjunkturdaten keine eindeutige Richtung vorgaben. Doch auch vor der Vorlage neuer Unternehmensbilanzen wagten sich viele Investoren nicht aus der Deckung. Die Aktien von Alcoa fielen um 3,4 Prozent, nachdem der Aluminiumkonzern mit einem Umsatzplus von sieben Prozent die Markterwartungen enttäuscht hatte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 17.984 und einem Tief von 17.823 Punkten. Er schloss mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 17.958 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,4 Prozent auf 2091 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte 0,5 Prozent auf 4974 Stellen vor. In Frankfurt ging der Dax gut ein Prozent fester bei 12.166 Punkten aus dem Handel. Rohöl der Sorte Brent verteuerte sich um fast zwei Prozent auf 56,63 Dollar.

Der Energiekonzern ConocoPhillips profitierte von dem Anstieg und verbuchte eine Kursplus von 3,4 Prozent.

Viel Aufmerksamkeit schenkten die Anleger den Bemühungen von Großkonzernen um den Kauf anderer Unternehmen. So gaben Intel -Papiere 0,2 Prozent nach. Einem Insider zufolge platzten Fusionsgespräche zwischen dem Technologiekonzern und Altera, weil sich die beiden Firmen nicht auf einen Preis einigen konnten. Altera-Papiere schlossen 3,2 Prozent im Plus.

Perrigo-Aktien gewannen knapp 1,9 Prozent. Tags zuvor hatte Mylan eine 29 Milliarden Dollar schwere Offerte für Perrigo vorgelegt. Pro Aktie will der Generikakonzern 205 Dollar zahlen. Mylan-Anteilsscheine gewannen 2,5 Prozent an Wert.

Die Aktien des strauchelnden Online-Spieleanbieters Zynga rauschten fast 18 Prozent in den Keller. Zynga-Chef Don Mattrick wirft das Handtuch, Gründer Mark Pincus kehrt überraschend an die Firmenspitze zurück.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 724 Millionen Aktien den Besitzer. 1505 Werte legten zu, 1512 gaben nach und 160 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,7 Milliarden Aktien 1314 Titel im Plus, 1393 im Minus und 152 unverändert.

Der Bedarf an den als sicher geltenden US-Staatsanleihen ging zurück. Vor allem unerwartet niedrig ausgefallene Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe dämpften Sorgen um die Zukunft des US-Jobmarkts. Die zehnjährigen Staatsanleihen fielen um 18/32 auf 100-11/32. Sie rentierten mit 1,96 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben 1-22/32 auf 97-28/32 nach und hatten eine Rendite von 2,60 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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