Börse New York
Wall Street dreht nach richtungslosem Handel ins Plus

An der Wall Street herrscht zum Ende der Woche Stillstand, nach einem richtungslosen Handel schloss die Börse in New York aber freundlich. Die Geldpolitik blieb das beherrschende Thema am Markt.
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New York Die Wall Street hat am Freitag nach einem richtungslosen Handel freundlich geschlossen. Nach einer zweitägigen Serie mit Verlusten im Zuge der jüngsten Notenbank-Beschlüsse gaben unter anderem Schnäppchenjäger den Kursen Auftrieb. Zudem fielen Konjunkturdaten besser als erwartet aus. Der ISM-Index für die Industrie stieg im Oktober auf 56,4 Punkte - den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren. "Diese Entwicklung ist schon erstaunlich vor dem Hintergrund des dreiwöchigen Stillstands der US-Verwaltung", sagte Analyst Jens Klatt vom Brokerhaus FXCM. "In der Industrie und dort vor allem in den Auftragseingängen hat dieser Haushaltsstreit offenbar keine Spuren hinterlassen."

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg 0,5 Prozent auf 15.615 Punkte. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 15.543 und 15.649 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,3 Prozent auf 1761 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,1 Prozent auf 3922 Punkte.

Im Wochenvergleich legte der Dow um 0,3 Prozent und der S&P um 0,1 Prozent zu, während der Nasdaq um 0,5 Prozent nachgab. In Frankfurt ging der Dax 0,3 Prozent schwächer bei 9008 Zählern aus dem Handel. "Die Abschläge waren reine Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Rally und eigentlich überfällig", sagte ein Händler. Im Wochenverlauf hat der Leitindex 0,2 Prozent und damit die vierte Woche in Folge zugelegt.

Bei den US-Einzelwerten standen die Papiere von Chevron und First Solar im Mittelpunkt. Der Ölkonzern enttäuschte mit einem Quartalsergebnis unter den Markterwartungen. Die Aktie fiel um 1,6 Prozent. Bei der Solarfirma First Solar lief es hingegen besser. Das Unternehmen hob seine Gewinnziele für das Gesamtjahr an. Die Aktie sprang um mehr als 17 Prozent in die Höhe.

Übernahmespekulationen trieben unterdessen die Aktien des britischen Telekomkonzerns Vodafone an. Einem Bloomberg-Bericht zufolge entwickelt der US-Telekommunikationsriese AT&T Strategien für eine mögliche Übernahme der Briten. Vodafone-Aktien stiegen an der Londoner Börse um 3,6 Prozent. Die Titel der Amerikaner bewegten sich dagegen kaum.

Auf den Verkaufslisten der Börsianer standen die Anteilsscheine von AIG. Der US-Versicherer kämpft weiter mit Problemen in seiner Sach- und Haftpflichtsparte. Die Nettoprämien in dem Bereich sanken im dritten Quartal um vier Prozent auf 8,43 Milliarden Dollar. Die AIG-Aktie brach um mehr als sechs Prozent ein.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 810 Millionen Aktien den Besitzer. 1355 Werte legten zu, 1641 gaben nach und 94 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,93 Milliarden Aktien 1043 im Plus, 1492 im Minus und 106 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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