Börse New York Wall Street dreht zum Wochenende ins Minus

Ein solider Arbeitsmarktbericht verhalf der Wall Street am Freitag in den ersten Handelsminuten zu neuen Rekordständen. Dann drehte die Börse allerdings ins Minus. Investoren bekamen kalte Füße.
Update: 04.04.2014 - 23:38 Uhr Kommentieren
Die Wallstreet verzeichnet am Freitag neue Rekordstände. Quelle: AFP

Die Wallstreet verzeichnet am Freitag neue Rekordstände.

(Foto: AFP)

New YorkAn der Wall Street haben die Anleger zum Wochenschluss kalte Füße bekommen. Nachdem die US-Börsen am Freitag im frühen Geschäft abermals auf Rekordstände geklettert waren, setzten später auf breiter Front Verkäufe ein. Vor allem die Technologiebörse Nasdaq rutschte deutlich ab. Investoren trennten sich von Aktien, die zuletzt besonders stark abgeschnitten hatten. Die Stimmung am Markt sei keinesfalls gekippt, sagte Händler Michael Matousek von U.S. Global Investors. "Aber diese größeren Überflieger versetzen ihm einen herben Schlag." Dies deute darauf hin, dass einige Börsianer ihre Strategie geändert hätten.

Zunächst hatte ein solider Arbeitsmarktbericht noch für Auftrieb gesorgt. Die Wirtschaft erholt sich mittlerweile vom strengen Winter. Sie schuf im März zwar etwas weniger neue Stellen als erwartet. Marktexperten zufolge hat die Erholung aber das richtige Tempo.

Der Dow-Jones-Index schloss bei 16.412 Punkten fast ein Prozent im Minus. Im Verlauf pendelte er zwischen 16.392 und 16.631 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit 1865 Zählern 1,25 Prozent tiefer aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq verlor 2,6 Prozent und schloss bei 4127 Punkten. Auf Wochensicht stiegen der Dow um 0,6 Prozent und der S&P 0,4 Prozent. Der Nasdaq fiel um 0,7 Prozent. In Frankfurt schloss der Dax am Freitag 0,7 Prozent höher bei 9696 Zählern.

Zu den Verlierern zählten vor allem Gewinner der jüngsten Kursrally, insbesondere Internet- und Biotechnologietitel. Der Kurs der Online-Videothek Netflix stürzte um 4,9 Prozent ab, der von Facebook um 4,6 Prozent. Die Aktien des Biotech-Konzerns Biogen rauschten 4,5 Prozent nach unten.

Dagegen trieben Fusionsspekulationen den Kurs des Generikaherstellers Mylan um 1,5 Prozent in die Höhe. Das Unternehmen ist an einem Kauf des schwedischen Rivalen Meda interessiert. Doch das Meda-Management erteilte Mylan eine Abfuhr.

Warren Buffetts Lieblingsaktien
File photo of Buffett, Chairman of the Board and CEO of Berkshire Hathaway, poses for a portrait in New York
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Warren Buffett, Chef der Investmentholding Berkshire Hathaway, hat ein glückliches Händchen: Seit dem Start der Holding im Jahr 1965 stieg der Buchwert je Aktie deutlich stärker als der Gesamtmarkt.

Warren Buffett
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Offenlegen müssen Investoren Aktien, Optionen und Wandelanleien aus dem vergangenen Quartal. In welche Papiere Buffett das Geld seiner Kunden außerhalb der USA anlegt, muss er aber nicht verraten. Auch Optionsscheine (Warrants) und Anleihen müssen nicht aufgeführt werden. Das folgende Ranking listet die Top-10 Firmen aus dem Depot des Großinvestors nach ihrem Wert.

Wer an der Börse mitmischen will, braucht vor allem: Zeit. Doch wer kann sich neben dem Job intensiv mit dem Marktgeschehen auseinandersetzen? Lesen Sie in unserem Dossier, wie Sie ohne großen Aufwand zum Finanzstrategen werden, erhältlich als PDF in unserem Kaufhaus der Weltwirtschaft.

Buffett's Lieblinge DaVita
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Platz 10: Davita Healthcare Partners

Davita Healthcare Partners ist einer der größten Gesundheitsversorger in den Vereinigten Staaten mit Sitz in Denver, Colorado. Spezialisiert hat sich die Firma auf die Betreuung von Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen. Seit ihrer Gründung 1992 stellt sie die Dialyse-Ausrüstung bereit und betreibt derzeit rund 2000 ambulante Dialyse-Zentren und Versorgungszentren in Krankenhäusern in nahezu allen Staaten der USA.

Unternehmenswert 2014: 2.310.552.201 Dollar

Kursentwicklung (1 Jahr): +10,26 Prozent

KGV (2013): 21,00

Quelle: www.davitahealthcarepartners.com

Buffett's Lieblinge Directv
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Platz 9: Directv (DTV)

Directv ist ein Pay-TV-Anbieter. Zusammen mit Tochterfirmen bietet das Unternehmen seinen Kunden digitale TV-Dienste in den Vereinigten Staaten und in Lateinamerika. Darüber hinaus produziert die Gesellschaft eigene Entertainment-Sendungen wie beispielsweise Friday Night Lights und besitzt drei eigene Sportsender.

Unternehmenswert 2014: 2.521.705.182 Dollar

Kursentwicklung (1 Jahr): +42,18 Prozent

KGV (2012): 10,9

Quelle: www.directv.com

Buffett's Lieblinge USbancorp
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Platz 8: U.S. Bancorp

U.S. Bancorp entstand 2002 aus der Fusion der U.S. Bank und die Firststar Bank, die fortan unter dem Dach der Holdinggesellschaft U.S. Bancorp agierten. Das Finanzinstitut ist mit über 3000 Filialen in knapp der Hälfte der US-Bundesstaaten vertreten. Zielgruppe des Unternehmens sind Lateinamerikaner. In vielen Regionen hat die Bank Filialen mit zweisprachigem Service. Insgesamt betreut sie über elf Millionen Kunden.

Unternehmenswert 2014: 3.204.564.400 Dollar

Kursentwicklung (1 Jahr): +19,06 Prozent

KGV (2012): 11,2

Quelle: www.usbank.com

WALMART
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Platz 7: Wal-Mart Stores

Auch wenn der Multi-Supermarkt wegen seiner Arbeitsbedingungen immer wieder in der Kritik steht: Für Investoren wie Buffett scheinen die Aktien des Discounters lohnenswert. Zuletzt war der Konzern in den Schlagzeilen, weil er in den USA 2300 Jobs strich, der größte Stellenabbau seit 2010.

Unternehmenswert 2014: 3.893.874.950 Dollar

Kursentwicklung (1 Jahr): +7,46 Prozent

KGV (2012): 13,5

Exxon Mobil
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Platz 6: Exxon Mobil

ExxonMobil Corporation einer der größten Spieler der Mineralöl-, Erdgas- und Petrochemiebranche. Der Konzern ging aus Standard Oil hervor. Exxon-Mobil produziert 5,3 Millionen Fass Öl am Tag und beschäftigt 76.900 Menschen. Unter den US-Aktien zählt das Unternehmen zu den „Dividendenaristokraten”. Seit zehn Jahren hat der Konzern seine Dividende beständig erhöht. Zuletzt lag sie bei 2,18 Euro pro Aktie.

Unternehmenswert 2014: 4.162.319.872 Dollar

Kursentwicklung (1 Jahr): +2,6 Prozent

KGV (2012): 8,9

Auch Boeing treiben Zukaufspläne um. Insiderinformationen zufolge erwägt der Flugzeughersteller eine Übernahme des Luftfahrtzulieferers Mercury Systems. Dessen Kurs schoss 4,3 Prozent nach oben.

Der Energiekonzern Anadarko Petroleum gewann zwei Prozent an Börsenwert. Er ist bereit, mehr als fünf Milliarden Dollar zur Beseitigung von Umweltverschmutzungen bezahlen, um einen jahrelangen Rechtsstreit beizulegen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 779 Millionen Aktien den Besitzer. 1043 Werte legten zu, 1987 gaben nach und 118 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,59 Milliarden Aktien 446 im Plus, 2217 im Minus und 71 unverändert.


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