Börse New York
Wall Street erholt sich zu Wochenbeginn

Der Handel an der Wall Street konnte die Talfahrt vorerst beenden. Anleger greifen aber nur verhalten bei Aktien zu. Zu den beliebten Aktien zählt Berkshire Hathaway, das Imperium des Börsengurus Warren Buffett.
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New YorkDie US-Aktienmärkte haben sich nach der Talfahrt der vergangenen Woche am Montag freundlich gezeigt. Positiv wurde in New York insbesondere aufgenommen, dass Portugal die größte börsennotierte Bank des Landes auffängt und damit zunächst eine größere Krise in der Finanzbranche verhindert. In der auslaufenden Bilanzsaison erfreuten auch die am Freitag nach Börsenschluss veröffentlichen Ergebnisse der Warren-Buffett-Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway die Händler.

Der Dow-Jones-Index schloss bei 16.569 Punkten knapp 0,5 Prozent im Plus. Im Verlauf pendelte er zwischen 16.447 und 16.596 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit 1938 Zählern 0,7 Prozent höher aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq gewann ebenfalls 0,7 Prozent und schloss bei 4383 Punkten. In Frankfurt war der Dax mit 9154 Punkten und damit einem Minus von etwa 0,6 Prozent aus dem Handel gegangen.

Portugal will mit knapp fünf Milliarden Euro das Geldinstitut Espirito Santo auffangen. Das sei "ein Schritt in die richtige Richtung", erklärte Peter Cardillo von Rockwell Global Capital. Nach den jüngsten Verlusten habe der Markt ohnehin eine Verschnaufpause nötig. Der S&P-500-Index hatte in der Vorwoche so stark verloren wie seit 2012 nicht mehr. Auch Rick Meckler von LibertyView Capital Management machte die Entscheidung in Portugal als Kaufanreiz aus. Die Aktienkurse würden zudem von einer Reihe anderer Faktoren gestützt, darunter "einem Fehlen von Alternativen" für die Investoren.

Bei den Einzelwerten schlossen die Aktien von Berkshire Hathaway drei Prozent im Plus. Der Mischkonzern des Starinvestors Buffett hatte im zweiten Quartal einen Rekordgewinn erzielt.

Der Pharma-Konzern Amgen stellte positive Ergebnisse einer Studie zu einem Krebsmittel vor. Seine Aktien wurden mit einem Aufschlag von knapp 2,5 Prozent belohnt.

Dagegen schwächelten die Anteilsscheine von McDonald's. Die weltgrößte Fast-Food-Kette gab bekannt, dass der jüngste Gammelfleisch-Skandal in Asien das Ergebnis in noch unbekannter Höhe belasten wird. Die Papiere mit dem goldenen M verloren zunächst deutlich und schaften erst im späten Handel ein minimales Plus.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 675 Millionen Aktien den Besitzer. 1874 Werte legten zu, 1162 gaben nach und 142 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,66 Milliarden Aktien 1690 im Plus, 1010 im Minus und 114 unverändert.

Bei den US-Staatsanleihen blieb Experten zufolge die Politik der US-Notenbank im Fokus. Am Markt schwinde die Sorge, die Fed könne die Zinsen früher als erwartet anheben. Die Rendite fiel: Die zehnjährigen Papiere legten um 5/32 auf 100-3/32 zu. Sie rentierten mit 2,49 Prozent. Die 30-jährigen Bonds stiegen um 3/32 auf 101-16/32 und hatten eine Rendite von 3,29 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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