Börse New York
Wall Street geht mit Gewinnen aus dem Handel

Die Märkte waren von der Erwartung beflügelt, dass der Schuldenschnitt zustande kommt. Die wichtigen Indizes legten zu. Die Apple-Aktien legten heute zu, andere Konzerne überraschten mit ihren Kursbewegungen.
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New YorkAnzeichen für einen erfolgreichen Schuldenschnitt in Griechenland haben an den US-Börsen am Donnerstag für Zuversicht gesorgt. Auch wenn erst am Freitag offiziell bekannt wird, ob genügend private Gläubiger zugestimmt haben, zeigten sich die Anleger im Hellas-Countdown überwiegend optimistisch. Unmittelbar nach Handelsschluss erklärte ein griechischer Regierungsvertreter, das Ziel einer 90-prozentigen Zustimmung sei übertroffen worden. Auf dem New Yorker Parkett konnte selbst der unerwartete Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche die Stimmung nicht entscheidend trüben.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 12.937 und einem Tief von 12.835 Punkten. Er schloss 0,6 Prozent höher bei 12.907 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 legte fast ein Prozent auf 1365 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,2 Prozent auf 2970 Punkte. In Frankfurt ging der Dax mit einem Plus von 2,5 Prozent bei 6834 Punkten aus dem Handel.

Die privaten Griechenland-Gläubiger mussten sich bis zum Donnerstagabend entscheiden, ob sie im Rahmen eines Anleihe-Tausches auf einen Großteil ihrer Forderungen verzichten. Die Märkte seien von der Erwartung beflügelt worden, dass die Übereinkunft zustande kommt, sagte Marktstratege Quincy Krosby von Prudential Financial.

Bei den Einzelwerten stand Apple nach der Präsentation des neuen iPads am Vortag unter besonderer Beobachtung. Die Aktie schloss mit einem Aufschlag von 2,1 Prozent.

Der Energiekonzern Exxon sorgte bei den Anlegern für Ernüchterung. Trotz erheblicher Investitionen in neue Projekte geht das Unternehmen davon aus, im laufenden Jahr drei Prozent weniger Öl und Erdgas zu fördern als 2011. Zwar soll die Produktion bis 2016 im Jahresschnitt um ein bis zwei Prozent wachsen, das Exxon-Papier verlor trotzdem 1,2 Prozent.

Auch McDonald's gehörte zu den Verlierern, die Anteilscheine verloren 3,2 Prozent an Wert. Der Umsatz der Fast-Food-Kette stieg im Februar weniger stark als erwartet. Die Aktie des Versicherungsriesen AIG gab um 3,9 Prozent nach, nachdem die US-Regierung angekündigt hatte, ihre Mehrheitsbeteiligung an dem in der Finanzkrise geretteten Konzern reduzieren zu wollen. Ein Aktienpaket im Wert von rund sechs Milliarden Dollar soll abgestoßen und so der Anteil des Staates auf 70 von bislang 77 Prozent reduziert werden.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 716 Millionen Aktien den Besitzer. 2392 Werte legten zu, 609 gaben nach und 74 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,6 Milliarden Aktien 1810 Titel im Plus, 689 im Minus und 110 unverändert.

Die wachsende Hoffnung auf einen vorerst glimpflichen Ausgang des griechischen Schuldendramas hat am Donnerstag die Preise für US-Staatsanleihen gedrückt. Die wieder risikofreudigeren Investoren konzentrierten sich daher eher auf Aktien als auf US-Bonds. Die zehnjährigen Papiere verloren auf 99-27/32. Die Rendite lag bei 2,02 Prozent. Die dreißigjährigen Anleihen gaben einen Punkt auf 99-03/32 nach und rentierten mit 3,17 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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