Börse New York
Wall Street geht mit Gewinnen aus dem Handel

Die Geldflut der Notenbanken hebelt alle Gesetze der Börse aus. Auf schwache US-Konjunkturdaten reagieren Händler mit Begeisterung. Das neue Motto sei „Kauf bei schwachen Daten - diese halten die Fed bei der Stange“, sagte ein Experte.
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New YorkSchwache US-Konjunkturdaten haben am Donnerstag an der Wall Street die Furcht vor einer Straffung der Geldpolitik zerstreut und die Kurse gestützt. Die Wirtschaftsleistung der weltgrößten Volkswirtschaft legte im ersten Quartal mit 2,4 Prozent etwas weniger stark zu als zunächst berechnet. Zudem fielen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend hoch aus.

„Das Motto lautete zuletzt: Kauf bei schwachen Daten - diese halten die Fed bei der Stange“, erklärte Dan McMahon von Raymond James. Die US-Notenbank hat wiederholt deutlich gemacht, dass sie den Geldhahn langsam zudrehen wird, wenn sich Wirtschaft und Arbeitsmarkt ausreichend robust präsentieren.

„Vor September werden wir keine wirkliche Klarheit über den weiteren Kurs der Fed haben“, sagte Randy Frederick von Charles Schwab. Bis dahin werde es immer wieder recht deutliche Schwankungen geben.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte 0,1 Prozent auf 15.324 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,4 Prozent auf 1654 Zähler. Der Index der technologielastigen Nasdaq schloss 0,7 Prozent höher bei 3491 Punkten.

Am Mittwoch hatten die drei Börsenbarometer noch deutlich nachgegeben, weil sich die Investoren angesichts starker Konjunkturdaten auf ein Ausklingen der Konjunkturhilfen gefasst gemacht hatten. Der Dax verabschiedete sich 0,8 Prozent fester bei 8400,20 Punkten in den Feierabend.

Eine Übernahmeofferte der Investorenlegende Warren Buffett trieb NV Energy knapp 23 Prozent in die Höhe. Buffetts Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway will den Stromversorger für 5,6 Milliarden Dollar kaufen.

Clearwire legten sogar 29 Prozent zu. Um den Anbieter von Internet-Zugängen per Mobilfunk liefern sich der Satellitenfernsehen-Betreiber Dish und der Telekom-Konzern Sprint einen milliardenschweren Bieter-Wettstreit. Dish gewannen 0,7 Prozent, Sprint 0,8 Prozent. Pikant ist, dass sich Dish derzeit auch um eine Übernahme von Sprint bemüht und dafür 25,5 Milliarden Dollar lockermachen will.

EMC zogen fünf Prozent an. Die Aktionäre des Datenspeicherspezialisten freuten sich über die Einführung einer Quartalsdividende und eine Aufstockung des Aktienrückkauf-Programms. Auch die Titel des Chipherstellers Avago gehörten mit einem Plus von knapp zehn Prozent zu den Gewinnern des Tages, weil das Unternehmen eine unerwartet optimistische Geschäftsprognose wagte.

Davon profitierten auch andere Unternehmen der Branche, so dass der Halbleiter-Index 1,5 Prozent gewann. Die Titel von Facebook reagierten mit einem Kurssprung von fünf Prozent auf Kaufempfehlungen zweier Broker.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,71 Milliarden Aktien den Besitzer. 1765 Werte legten zu, 1208 gaben nach und 121 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,78 Milliarden Aktien 1728 im Plus, 772 im Minus und 84 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Immer daran denken: Ökonomie ist eine abgeleitete Wissenschaft und keine ihrer Erkenntnisse hat naturgesetzlichen Charakter.

    Einige wollen das aber partout nicht wahrhaben - gerade Ökonomen.

  • Die Notenbanken erzeugen wieder mal eine riesige Blase die bald wieder platzen wird. Von diesen verantwortunglosen "Spezialisten" habe ich gestrichen die Nase voll.

  • Früher war´s umgekehrt-schlechte News-schlechte Kurse,heute gute News -schlechte Kurse,schlechte News-gute Kurse.Ja früher..als der Dow das letzte mal am ATH stand ,hatten wir auch 4,5% Zinsen in 07,2000 als er bei 11000 stand gar 6,5%-heute steht er bei über 15300,nahe am ATH und wir haben 0,00-0,25%, das ist doch ein Irrsinn hoch drei -oder was meinen Sie dazu? Wenn Bernanke nicht bald anzieht,haben wir bald die größte Blase aller Zeiten,denn jede Blase platzt irgendwann-mit ungeahnten Folgen.

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