Börse New York
Wall Street geht mit leichtem Plus ins Wochenende

Die Investoren in den USA sind weiterhin auf der Hut. Zu schwammig sind die Aussagen der Fed bezüglich des Anleihekaufprogramms. Im Fokus steht der überraschende Rückzug Steve Ballmers von der Microsoft-Konzernspitze.
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New YorkDie US-Aktienmärkte haben am Freitag freundlich tendiert. Wegen der anhaltenden Unsicherheit über den Zeitpunkt für ein Abebben des billigen Notenbank-Geldes wagten sich die Anleger zum Wochenschluss nicht allzu weit aus der Deckung, sagten Händler. Für einen Paukenschlag sorgte Microsoft. Der Softwareriese kündigte kurz vor Handelsbeginn überraschend an, dass Vorstandschef Steve Ballmer innerhalb von zwölf Monaten zurücktreten wird. Der Handel an der Nasdaq lief nach dem mehrstündigen Ausfall vom Vortrag reibungslos.

Der Dow-Jones-Index schloss bei 15.010 Punkten 0,3 Prozent im Plus. Im Verlauf pendelte er zwischen 14.931 und 15.025 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit 1663 Zählern 0,4 Prozent höher aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq gewann 0,5 Prozent und schloss bei 3657 Punkten. In Frankfurt war der Dax mit 8416 Punkten und damit einem Plus von 0,2 Prozent aus dem Handel gegangen.

Im Wochenvergleich zeigten sich die großen Indizes uneinheitlich. Der Dow verlor 0,5 Prozent. Der S&P stieg dagegen um den gleichen Faktor, während die Nasdaq 1,5 Prozent zulegte.

Die Geldschwemme der US-Notenbank hat die Börsen in diesem Jahr kräftig angetrieben. Nun hoffen die Investoren aber seit einiger Zeit vergeblich auf eindeutige Signale, wann die Federal Reserve ihre milliardenschweren Anleihenkäufe zur Stützung der Konjunktur zurückfahren wird. "Das ist eine einzigartige Situation am Markt, weil die Fed-Konjunkturspritze so eine wichtige Marktkomponente ist. Das sind unbekannte Gewässer für uns", sagte Analyst Gordon Charlop von Rosenblatt Securities. "Es ist egal, wie der Schritt ausfällt, die Tatsache, dass man irgendwo ist, wo man noch nie war, sorgt für Unsicherheit."

Die einzige wirklich marktrelevante Nachricht des Tages war Analysten zufolge der Rücktritt von Ballmer. "Die Microsoft-Meldung hat bei allen für etwas Aufregung gesorgt", sagte Ryan Detrick von Schaeffer's Investment Research. Im Tech-Sektor habe dies für Volumen gesorgt. Microsoft-Titel schlossen 7,3 Prozent im Plus.

Mit einem Abschlag von knapp 13 Prozent gehörte der Internetradiodienst Pandora zu den größten Verlierern. Das Unternehmen geht davon aus, dass der Gewinn im laufenden Geschäftsjahr wegen der steigenden Kosten zum Ausbau des Musikangebots hinter den Markterwartungen zurückbleiben wird.

Der Absatz neuer US-Eigenheime ging dem Handelsministerium zufolge im Juli überraschend stark auf 394.000 Einheiten zurück. Das ist der niedrigste Wert seit Oktober 2012. Die Daten stehen im Kontrast zu den zuletzt eher positiven Signalen vom lange kriselnden Häusermarkt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 571 Millionen Aktien den Besitzer. 2042 Werte legten zu, 969 gaben nach und 87 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,49 Milliarden Aktien 1346 im Plus, 1157 im Minus und 101 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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