Börse New York
Wall Street gespalten zwischen Hoffnung und Furcht

Massive Stellenstreichungen bei der Citigroup und Hoffnungen auf ein Wiedererstarken der chinesischen Wirtschafthaben für einen Höhenflug an der Wall Street gesorgt. Aber Apple zog den Nasdaq ins Minus.
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New YorkGewinne bei Banken-Titeln und Hoffnungen auf ein Anziehen der chinesischen Wirtschaft haben die Wall Street am Mittwoch gestützt. Händler verwiesen auf die Ankündigung der Citigroup, weltweit 11.000 Arbeitsplätze zu streichen. Zudem lieferten die Aussichten auf neue Konjunkturhilfen in China, vor allem in die Infrastruktur des Landes, dem Markt Unterstützung.

Auf den Tech-Werten lasteten dagegen kräftige Kursverluste von Apple. Börsianer führten dies unter anderem auf die Einschätzung der Marktforscher des Instituts IDC zurück, wonach der iPad-Hersteller in diesem Jahr Marktanteile im boomenden Geschäft mit Tablet-Computern verlieren wird.

Der Dow-Jones-Index schloss bei 13.034 Punkten 0,6 Prozent im Plus. Im Verlauf pendelte er zwischen 12.923 und 13.089 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit 1409 Zählern 0,2 Prozent höher aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq verlor hingegen 0,8 Prozent auf 2973 Punkte. In Frankfurt war der Dax mit 7454 Zählern 0,3 Prozent schwächer aus dem Handel gegangen.

Bei den Einzelwerten stach Citigroup mit einem Plus von 6,3 Prozent hervor. Die Großbank kündigte den Abbau von 11.000 Jobs an. Das sind rund vier Prozent der Stellen. Damit will das Kreditinstitut die jährlichen Ausgaben um bis zu 1,1 Milliarden Dollar senken.

Der Schritt soll zu einer außerordentlichen Belastung vor Steuern von rund einer Milliarde Dollar im vierten Quartal führen. Auch andere Banken-Werte konnten profitieren: Bank of America kletterten 5,6 Prozent.

Die China-Hoffnungen gaben Börsenschwergewichten wie Caterpillar Auftrieb. Die Aktie des weltgrößten Baumaschinenherstellers gewann mehr als zwei Prozent. Chinas Wirtschaft, der in diesem Jahr das langsamste Wachstum seit 1999 droht, wird nach einer Prognose von Beratern der Regierung in Peking 2013 wieder Fahrt aufnehmen. Das Bruttoinlandsprodukt soll demnach um 8,2 Prozent wachsen nach erwarteten 7,7 Prozent in diesem Jahr.

Die Berater empfahlen mehr Investitionen in die Infrastruktur und eine Ankurbelung des Binnenkonsums über eine Senkung der Mehrwertsteuer. Der neue Chef der kommunistischen Partei, Xi Jinping, hatte erst am Montag bekräftigt, dass die Regierung die Ausfuhren stabilisieren und die Binnennachfrage beleben will.

Von der US-Konjunktur kamen gemischte Signale. Die US-Wirtschaft schuf im November weniger Jobs als erwartet. Ihre Zahl legte nach Berechnungen der privaten Arbeitsvermittlung ADP um 118.000 zu. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 125.000 gerechnet.

Dagegen zog die US-Industrie im Oktober überraschend mehr Aufträge an Land. Die Bestellungen stiegen zum Vormonat um 0,8 Prozent. Insbesondere Autos und Zubehör wurden verstärkt nachgefragt. Auch die Geschäfte der Dienstleister gewannen im November etwas an Schwung.

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