Börse New York
Wall Street hofft auf Lösung der Euro-Schuldenkrise

Das Hin und Her rund um den EU-Gipfel setzt auch den US-Börsen zu. Die US-Anleger werden in den nächsten Tagen gebannt nach Brüssel schauen. Der Pessimismus aus Berlin drückte zunächst die Aktienkurse.

New YorkDie Schuldenkrise in Euro-Land hält die Wall Street weiter in ihrem Bann. Mit Spannung warten die Investoren auf den EU-Krisengipfel, an den hohe Erwartungen werden. Pessimistische Äußerungen aus Berlin verunsicherten die Anleger, so dass die Aktienkurse am Mittwoch zunächst auf Talfahrt gingen. Am Ende setzte sich die Hoffnung auf einen Durchbruch beim Gipfel doch durch und die New Yorker Börsen gingen leicht im Plus aus dem Handel.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent höher bei 12.196 Punkten. Der Leitindex pendelte im Handelsverlauf zwischen 12.060 und 12.257 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,2 Prozent auf 1261 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stagnierte bei 2649 Punkten. In Frankfurt war der Dax mit einem Minus von 0,6 Prozent auf 5995 Zählern aus dem Handel gegangen. Kurz vor dem Treffen zur Stabilisierung der Euro-Zone sei die Spannung hoch, ob sich Deutschland und Frankreich mit ihren Vorschlägen durchsetzen können, begründeten Händler die Zurückhaltung der Investoren.

Für Unsicherheit sorgten pessimistische Töne aus deutschen Regierungskreisen über die Erfolgsaussichten des Gipfels. „Jede zurückhaltende Äußerung aus Deutschland wird da als Rückschlag gewertet“, sagte Jack Ablin von Harris Private Bank in Chicago. Zwar habe in den letzten Tagen der Optimismus überwogen, dass bei dem Krisengipfel eine Lösung gefunden wird, sagte Portfolio-Manager James Dailey von Team Asset Strategy Fund. Bis der Plan bekannt sei, werde es aber wohl zu Schwankungen des Marktes kommen. „Wenn der Plan enttäuscht, könnte es zwei oder drei Prozent nach unten gehen.“

Bei den Einzelwerten standen die Aktien der Citigroup im Fokus. Die viertgrößte Bank der USA streicht weltweit 4500 Stellen, das sind rund zwei Prozent der Belegschaft. Gründe sind die Wirtschaftskrise und strengere Auflagen. Die Aktie gab um 0,3 Prozent nach. Die Papiere von AT&T lagen am Ende mit knapp 0,8 Prozent im Plus, nachdem sie zunächst nach unten tendiert hatten. Der Telekomkonzern erklärte am Mittwoch, weiter an der Übernahme von T-Mobile USA zu arbeiten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 970 Millionen Aktien den Besitzer. 1566 Werte legten zu, 1403 gaben nach und 130 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,66 Milliarden Papieren 1149 Titel im Plus, 1326 im Minus und 134 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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