Börse New York: Wall Street ignoriert den Ölpreis

Börse New York
Wall Street ignoriert den Ölpreis

Von einem guten Start an der Wall Street bleibt am Ende nichts übrig. Weder Konjunkturstützen aus China noch anziehende Ölpreise können die US-Anleger nachhaltig begeistern. Im Fokus stehen Unternehmensnachrichten.

New YorkDie US-Börsen sind mit Verlusten in die Woche gestartet. Hatten zu Handelsbeginn noch Konjunkturstützen in China und anziehende Ölpreise für Kauflaune gesorgt, bröckelten die Kurse im Verlauf immer weiter ab. Händler machten dafür vor allem charttechnische Faktoren wie die 50-Tage-Linie beim Index S&P verantwortlich.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Verlust von 0,7 Prozent bei 16.516 Punkten. Im Handelsverlauf war er zwischen 16.510 und 16.726 Stellen gependelt. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,8 Prozent auf 1932 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,7 Prozent auf 4557 Stellen.

Für den Monat Februar ergibt sich damit beim Dow ein Anstieg von 0,3 Prozent, während der S&P 0,4 Prozent und die Nasdaq 1,2 Prozent verloren. Der Dax in Frankfurt schloss mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 9495 Punkten.

Heimische Konjunkturdaten schüren in New York zunehmend die Erwartung, dass die US-Notenbank vorerst keine weiteren Zinsanhebungen planen dürfte. So hatte sich im Februar das Geschäftsklima in der wirtschaftlich bedeutenden Region Chicago überraschend deutlich eingetrübt und war sogar unter die Expansionsschwelle gefallen. Zudem war die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im Januar so stark gefallen wie zuletzt Ende 2013, während Volkswirte mit einem Anstieg gerechnet hatten.

Beachtet wurde zudem, dass es einerseits während des Treffens der G20-Staaten keinen Durchbruch zur Ankurbelung der Weltwirtschaft gegeben hatte, dass aber andererseits die chinesische Notenbank zur konjunkturellen Stützung den Mindestreservesatz für Banken senkt.

Die Mindestreserve ist eine vorgeschriebene Bankeinlage bei der Notenbank. Eine Senkung kann die Kreditvergabe erleichtern und davon würden dann auch exportabhängige Unternehmen aus den USA und Europa profitieren.

„Der Fokus in den USA richtet sich abgesehen von den Wirtschaftsdaten nun auch zunehmend auf die anstehenden Wahlen am morgigen 'Super-Dienstag'“, sagte Marktanalyst Jasper Lawler von CMC Markets. In zahlreichen US-Bundesstaaten finden am 1. März die Vorwahlen zur Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten statt.

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