Börse New York Wall Street im Urlaubsmodus

Die US-Börsen haben am Mittwoch eine Pause eingelegt. Angesichts fehlender Konjunkturdaten sorgten vor allem Unternehmen für Schlagzeilen, die zum Ausklang der Berichtssaison Zahlen veröffentlichten.
Update: 10.08.2016 - 23:43 Uhr

US-Einzelhandel steht unter Druck

New YorkDie US-Börsen haben am Mittwoch nach der Rekordjagd der vergangenen Tage eine Pause eingelegt. Auf die Stimmung drückte der Ölpreisrückgang. „Als wir die Daten zu den Lagerbeständen gesehen haben, hat dies die Energiewerte belastet und in Folge alles andere nach unten gezogen“, sagte Tim Dreiling, Investmentexperte bei der Anlagetochter der US-Bank.

Händler verwiesen zudem auf den dünnen Handel. „Jeder ist am Strand und ruft noch nicht mal mehr an, um in den Handel einzugreifen“, fasste Analystin Kim Forrest vom Vermögensverwalter Fort Pitt Capital die Ferienstimmung zusammen. Seit Montag sind die Handelsvolumina so gering wie bisher noch nie in diesem Jahr.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent im Minus bei 18.495 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,3 Prozent nach auf 2.175 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq lag 0,4 Prozent im roten Bereich bei 5.204 Punkten. Auch der Dax in Frankfurt beendete seine Gewinnserie und schloss nach fünf Handelstagen mit Aufschlägen erstmals wieder im Minus. Er ging mit einem Rückgang von 0,4 Prozent auf 10.650 Zähler aus dem Handel. In den vergangenen Wochen hatte die Aussicht auf weiterhin billiges Geld der Notenbanken die Aktienmärkte beflügelt.

An der Wall Street gehörten die Öl-Lagerbestände in den USA zum wichtigsten Gesprächsstoff. Die Rohöl-Bestände legten überraschend zu. Das drückte den Preis für den wichtigen Rohstoff um drei Prozent. Zu den größten Verlierern im Dow und im S&P gehörten die Aktien des Ölkonzerns Exxon Mobil mit einem Minus von 1,75 Prozent.

Angesichts fehlender Konjunkturdaten sorgten darüber hinaus vor allem Unternehmen für Schlagzeilen, die zum Ausklang der Berichtssaison noch Quartalszahlen veröffentlichten. Die Aktien von Walt Disney stiegen um 1,2 Prozent. Der Konzernumsatz erhöhte sich im abgelaufenen Quartal dank erfolgreicher Neu-Produktionen wie der „Dschungelbuch“-Verfilmung um neun Prozent auf 14,3 Milliarden Dollar. Die Papiere des Bewertungsportals Yelp schossen fast 13 Prozent in die Höhe. Das Unternehmen schaffte es im abgelaufenen Quartal überraschend in die schwarzen Zahlen und hob seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr an.

Öl steigt weiter, Erdgas schmiert ab
Platz 18: Lebendrind
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So neugierig das Rind auch schaut, sein Wert an der Börse sinkt: Um 15,37 Prozent fielen die Erträge für Lebendrind seit Beginn des Jahres laut „Thomson Reuters/Jeffries CRB Index“ (RJ/CRB-Index). Der Index umfasst 19 verschiedene Futures, die an Warenterminbörsen gehandelt werden, und gilt als Indikator für die zukünftige Entwicklung der Inflation oder die Kostenentwicklung in der Industrie.

Platz 17: Orangensaft
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Gut für Gesundheitsbewusste: Der Orangensaft entwickelt sich zum Preisschlager. Seit Jahresbeginn haben die Preise um 11,04 Prozent nachgegeben.

Platz 16: Erdgas
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Der Verbraucher merkt es meist erst viel später – wenn überhaupt. Doch die Gaspreise sind seit Anfang des Jahres um 9,63 Prozent gesunken. Viele Experten rechnen jedoch mit einem langfristigen Anstieg des Preises, vor allem wegen schwindender Erdölreserven.

Platz 15: Kaffee
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Vom Luxusprodukt zum Alltagsgut: Auch Kaffee wird immer günstiger. Seit Jahresbeginn sanken die Preise zwar weniger stark als bei Lebendrind und Orangensaft – aber immerhin noch um 4,1 Prozent.

Platz 14: Kakao
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Nahezu preisgleich geblieben ist der Kakao – mit einem Rückgang von lediglich 0,12 Prozent seit Januar 2016.

Platz 13: Baumwolle
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Nur leicht teurer wurde dagegen Baumwolle. Der Rohstoff, der vor allem im China, Indien, den USA und Pakistan angebaut wird, verteuerte sich seit Jahresbeginn um 0,76 Prozent.

Platz 12: Weizen
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Er ist das am dritthäufigsten angebaute Getreide der Welt: der Weizen. In vielen Ländern wird er als Brotgetreide verwendet und gilt damit als Grundnahrungsmittel. Seit Januar hat sich der Rohstoff um 1,76 Prozent verteuert.

Die Aktien des Pharmakonzerns Perrigo gaben dagegen fast zehn Prozent nach. Der Generika-Hersteller senkte wegen des Preisdrucks in der Branche seine Prognose erneut. Seit November, als der in Irland ansässige Konzern sich erfolgreich gegen eine Übernahme durch Mylan gewehrt hatte, haben die Aktien etwa die Hälfte an Wert verloren. Das weckt Sorgen über die Zukunft Perrigos als eigenständiges Unternehmen.

Die Papiere des Solarzellenherstellers SunPower brachen um fast ein Drittel ein. Die Nummer zwei der Branche, die mehrheitlich dem Total -Konzern gehört, kassierte seine Gewinnprognose und kündigte Stellenstreichungen an.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 765 Millionen Aktien den Besitzer. 1309 Werte legten zu, 1639 gaben nach und 162 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,65 Milliarden Aktien 982 Werte im Plus, 1.854 im Minus und 183 unverändert.

  • rtr
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