Börse New York Wall Street kommt kaum vom Fleck

Die New Yorker Börsen legten zum Wochenschluss eine Pause ein. Anleger hoffen auf gute Bilanzen der Unternehmen, aber die Sorge vor einem Regierungsstillstand im laufenden Haushaltsstreit trübte die Stimmung.
Update: 19.01.2018 - 22:59 Uhr 1 Kommentar

Keine Rücksicht, aber Wachstum – Wall Street feiert Trump

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New YorkDie New Yorker Börsen kamen am Freitag kaum vom Fleck. Kopfschmerzen bereitete Investoren der Streit über den US-Haushalt. „Die Wahrscheinlichkeit eines Regierungsstillstands ist in den vergangenen 24 Stunden stark gestiegen“, warnte Anlagestratege Viraj Patel von der ING-Bank. Drastische Auswirkungen auf die Konjunktur seien aber nicht zu erwarten, zumal sich der Kongress in früheren Fällen rasch zu einem Kompromiss durchgerungen habe. Ohne eine Einigung bis Mitternacht (Ortszeit) könnten dann Gehälter der Bediensteten nicht mehr ausgezahlt werden könnten.

Der Dow-Jones-Index mit den Standardwerten schloss 0,2 Prozent höher auf 26.071 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 erhöhte sich um 0,4 Prozent auf 2810 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,5 Prozent auf 7336 Punkte. Im Wochenvergleich ergab sich für den Dow und den Nasdaq jeweils ein Plus von gut einem Prozent und für den S&P ein Aufschlag von 0,9 Prozent.

Bei den Einzelwerten warfen Investoren Aktien von IBM aus ihren Depots, die daraufhin um mehr als vier Prozent abrutschten. Der weltgrößte IT-Dienstleister steigerte zwar erstmals seit fast sechs Jahren den Quartalsumsatz. Börsianer hatten aber auf ein stärkeres Wachstum gehofft. Außerdem brockten Sonderbelastungen durch die US-Steuerreform IBM einen Milliardenverlust ein.

Mangelndes Interesse am Börsengang der Beteiligung ADT setzte dem US-Finanzinvestor Apollo zu. Die Aktien fielen um rund ein Prozent. Die Papiere des Alarmanlagen-Anbieters wurden zu je 14 Dollar zugeteilt und fielen um 11,5 Prozent auf 12,39 Dollar. Ursprünglich hatte Apollo die Titel in einer Spanne von 17 bis 19 Dollar angeboten.

Um rund zwei Prozent sanken die Anteilsscheine von American Express. Die Steuerreform brockte dem Kreditkartenanbieter einen Verlust ein. Unter dem Strich stand im Schlussquartal ein Minus von 1,20 Milliarden Dollar nach einem Gewinn von 825 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum.

Die Stimmung der US-Konsumenten trübte sich zum Jahresanfang überraschend ein. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen fiel im Januar auf 94,4 Punkte von 95,9 Zählern im Dezember. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 97 Zählern gerechnet.

In Erwartung einer starken Bilanzsaison stiegen Anleger in europäische Aktienwerte ein. Der Dax kletterte um 1,2 Prozent auf 13.434 Punkte. Der EuroStoxx50 gewann 0,8 Prozent auf 3649 Zähler.

  • rtr
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1 Kommentar zu "Börse New York: Wall Street kommt kaum vom Fleck"

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  • Wenn man schon ein Schnäppchen machen will, dann kauft mann Kemet die fertigen Kondensatoren für
    die Welt. Reibach ca 40%

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