Börse New York
Wall Street kommt nicht vom Fleck

Nach der Rally vom Freitag halten sich US-Anleger überwiegend zurück. Bei den Einzelwerten rücken die Apple-Aktie und das Papier von Booz Allen Hamilton in den Fokus. Für Booz arbeitete der PRISM-Informant.
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New YorkDie US-Börsen haben sich trotz der Anhebung des Ausblicks für die Kreditwürdigkeit der USA durch die Ratingagentur Standard & Poor's am Montag kaum vom Fleck bewegt. Viele Investoren waren in Sorge, dass die US-Notenbank ihre lockere Geldpolitik aufgeben und damit weniger Geld in die Wirtschaft gelangen könnte. Allerdings verwies der einflussreiche Notenbanker James Bullard auf die vergleichsweise niedrige Inflationsrate. Die Fed könne deswegen ihr Anleihenkaufprogramm auch auf längere Sicht fortsetzen.

S&P droht den USA vorerst nicht mehr mit einer weiteren Herabstufung der Kreditwürdigkeit. Die Agentur erhöhte den Ausblick für das Land auf "stabil" von "negativ". An den Finanzmärkten sorgte dieser Schritt zunächst für Erleichterung, bevor sich Skeptiker durchsetzten.

Der Dow-Jones-Index sank um knapp 0,1 Prozent auf 15.238 Punkte. Im Tagesverlauf pendelte er zwischen den Marken von 15.211 und 15.300 Stellen. Der S&P 500 ging mit 1642 Zählern und damit fast unverändert aus dem Handel. Der Nasdaq-Index legte dagegen um 0,1 Prozent auf 3473 Zähler zu. In Frankfurt schloss der Dax mit einem Stand von 8307 Punkten, was einem Zuwachs von 0,6 Prozent entspricht.

Apple -Investoren verfolgten eine Präsentation von Firmenchef Tim Cook in San Francisco mit Spannung. Dabei stellte der Konzern eine neue Version seines iPhone-Betriebssystemes iOS und neue Mac-Computer vor. Viele hatten sich aber offensichtlich mehr erwartet. Nach einem Gewinn von mehr als einem Prozent schloss die Aktie 0,7 Prozent niedriger.

Dagegen kletterten die Facebook -Papiere um 4,5 Prozent. Grund war eine Hochstufung der Aktie durch das Brokerhaus Stifel Nicolaus.

Die Affäre um den US-Geheimdienst NSA wirkte sich auf die Beratungsfirma Booz Allen Hamilton aus: Die Papiere sanken um 2,6 Prozent, weil der frühere CIA-Techniker Edward Snowden bei dem Unternehmen angestellt war. Snowden hatte Informationen über ein geheimes Abhörprogramm an Medien weitergegeben.

Zu den größten Gewinnern im Dow Jones gehörten mit 1,3 Prozent Aktien von McDonald's. Investoren zeigten sich von den weltweiten Verkaufszahlen für den Mai überzeugt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 590 Millionen Aktien den Besitzer. 1324 Werte legten zu, 1671 gaben nach, und 97 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,54 Milliarden Aktien 1592 im Plus, 893 im Minus und 105 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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