Börse New York: Wall Street-Kurse rutschen auf dem Ölpreis aus

Börse New York
Wall Street-Kurse rutschen auf dem Ölpreis aus

Am Dienstag haben sinkende Ölpreise auch JP Morgan nervös gemacht: Die Bank legt Geld zurück, die Aktie fällt. Der Dow Jones schließt deutlich im Minus. Am Horizont erscheinen weitere Sorgen - doch es gibt auch Gewinner.

New YorkDie wieder gesunkenen Preise für Öl haben die Wall Street am Dienstag deutlich ins Minus gedrückt. Anleger reagierten auf Schwankungen beim Ölpreis nach wie vor hypersensibel, sagten Analysten. "Der Aktienmarkt und der Ölpreis sind derzeit stark verwoben", erläuterte Ken Polcari von O'Neil Securities.

Dies unterstrich die US-Großbank JP Morgan, die die Rückstellungen für Kredite an die Ölbranche erhöhte. Viele Anleger fürchten, dass die Energiekonzerne angesichts des Preiskollaps in die Bredouille geraten und Kreditausfälle die Banken mit in die Tiefe reißen. JP Morgan legt deshalb für potenziell faule Kredite zusätzlich 500 Millionen Dollar zurück. Die Aktien verbilligten sich um gut vier Prozent.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel 1,1 Prozent auf 16.432. Der breiter gefasste S&P-500 gab 1,3 Prozent auf 1921 Zähler ab. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 1,5 Prozent auf 4504 Punkte.

Auch in Europa zeigten sich Anleger wegen der Turbulenzen an den Ölmärkten nervös und machten nach den Kurgewinnen zum Wochenanfang Kasse. Der Dax fiel um 1,6 Prozent auf 9416,77 Punkte, der EuroStoxx50 verlor ebenfalls 1,6 Prozent auf 2887,38 Zähler.

"Der Markt sucht immer noch nach Orientierung und reagiert von Tag zu Tag auf den Ölpreis", sagte Scott Brown, Chefvolkswirt bei Raymond James. Das sei zwar nicht gut, zeige aber die Nervosität der Investoren. Am Dienstag sorgte der saudi-arabische Ölminister Ali Al-Naimi für Verluste bei dem Rohstoff. Er schloss eine Kürzung der Fördermengen aus. Der Preis für die Sorte Brent gab 3,8 Prozent auf 33,38 Dollar nach.

Auch China und die US-Konjunktur dämpften die Kauflaune an der Wall Street. Die chinesische Zentralbank wertete den Wechselkurs der Landeswährung Yuan so deutlich ab wie seit sechs Wochen nicht mehr. Die Anleger fürchteten nun wieder eine Abschwächung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt, sagten Börsianer.

Zudem trübte sich in den USA die Verbraucherstimmung im Februar überraschend stark ein. Der vom Forschungsinstitut Conference Board ermittelte Indikator fiel auf den niedrigsten Wert seit Juli 2015. Dazu waren die Preise am US-Häusermarkt im Dezember etwas schwächer gestiegen als erwartet. Dass die Verkäufe bestehender Häuser im Januar entgegen dem erwarteten Rückgang leicht gestiegen sind, half der Wall Street nicht.

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