Börse New York: Wall Street legt bis zum Schluss kräftig zu

Börse New York
Wall Street legt bis zum Schluss kräftig zu

Die US-Anleger hoffen offenbar, dass der Internationale Währungsfonds die zusätzlichen Milliarden im Kampf gegen die Euro-Krise einsammeln kann. Außerdem haben die Zahlen von Goldman-Sachs die Wall Street angetrieben.
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New YorkEine besser als erwartete Goldman-Sachs-Bilanz hat die Wall Street am Mittwoch auf weitere Gewinne der Geldhäuser hoffen lassen. Finanz- und Technologiewerte standen in New York auf den Einkaufszetteln. Zudem setzten Investoren auf eine Ausweitung der Kreditlinien des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Kampf gegen die Schuldenkrise - dies könnte kurzfristig den angeschlagenen Euro-Ländern helfen.

Der Fonds dürfte bis zu 600 Milliarden Dollar an neuen Finanzreserven benötigen, wie aus Kreisen der Organisation verlautete. „Es ist zu früh, erleichtert zu sein, aber die Nachrichten zum IWF sind eindeutig positiv und ein Zeichen, dass Europa auf dem Weg zu stabilen Verhältnissen ist“, sagte Jerome Heppelmann vom Old Mutual Focused Fonds in Berwyn, Pennsylvania.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss mit einem Plus von 0,8 Prozent bei 12.578 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte das Marktbarometer zwischen 12.453 und 12.582 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1308 Punkten, ein Plus von 1,1 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,5 Prozent und ging mit 2769 Punkten aus dem Handel. In Frankfurt schloss der Dax mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 6354 Punkten.

Unterstützung erhielt der Handel durch ermutigende US-Industriedatendaten. Das verarbeitende Gewerbe stellte im Dezember 0,4 Prozent mehr her als im Vormonat. Im November war die Produktion noch um 0,3 Prozent zurückgegangen. Analysten hatten aktuell mit Plus 0,5 Prozent gerechnet.

Anleger griffen bei Finanzwerten zu, der KBW Bank-Index stieg um 1,1 Prozent. Goldman Sachs legte 6,8 Prozent zu. Das Geldhaus verbuchte im vierten Quartal wegen rückläufiger Einnahmen im Handelsgeschäft und Investmentbanking zwar einen Gewinneinbruch, übertraf jedoch die Markterwartungen.

Gefragt waren auch die Papiere von Yahoo, die 3,2 Prozent stiegen. Der Yahoo-Mitbegründer Jerry Yang trat zuvor überraschend von all seinen Ämtern zurück. Damit beendet der 43-Jährige seine Karriere bei dem Internetkonzern nur zwei Wochen nach dem Antritt des neuen Firmenchefs Scott Thompson, der den verglichen mit Google & Co ins Hintertreffen geratenen Konzern wieder auf Kurs bringen soll.

Auf den Verkaufslisten der Börsianer standen Bank of New York Mellon. Die Aktie fiel um 4,6 Prozent, nachdem die Depotbank einen Gewinnrückgang ausgewiesen hatte.

Mit Spannungen wurden Zahlen des Internet-Handelshauses Ebay und des Chipherstellers Intel erwartet. Ebay schloss 0,6 Prozent im Minus, Intel legte dagegen 1,4 Prozent zu.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 790 Millionen Aktien den Besitzer. 2390 Werte legten zu, 629 gaben nach und 80 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von zwei Milliarden Aktien 1934 im Plus, 599 im Minus und 88 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Kein Wunder
    Der PMI. Composite-Index der Federal Reserve Bank of St. Louis ist nun von 08.011-> 50.6 auf 012.011-> 53.9 gestiegen.

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