Börse New York
Wall Street legt vor Berichtssaison zu

An der Wall Street wurde es am Mittwoch nicht langweilig: Zum einen wurden die Fed-Protokolle veröffentlicht, zum anderen eröffnet der Aluminiumhersteller Alcoa die US-Berichtssaison. Der Dow Jones kletterte nach oben.
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New YorkDie Wall Street ist am Mittwoch nach viel Auf und Ab mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Im Mittelpunkt stand die Veröffentlichung der Protokolle der US-Notenbank-Sitzung von Mitte März. Demnach scheinen die Fed-Vertreter trotz der jüngst schwächer ausgefallenen Konjunkturdaten gewillt zu sein, an ihrem bisherigen Weg zur Zinswende noch in diesem Jahr festzuhalten. Es sehe alles danach aus, als würde nun September angepeilt, um die Leitzinsen erstmals anzuheben, sagte der Ökonom Alan Gayle von RidgeWorth Investments. Sollte es bereits im Juni so weit sein, wäre dies eine Überraschung.

Das Fed-Protokoll zeigt, dass die US-Notenbanker die amerikanische Wirtschaft weiterhin auf Kurs sehen. Das kam bei Anlegern gut an, die zudem Zuversicht aus dem Übernahmefieber in der Pharmabranche zogen. Mylan will den Konkurrenten Perrigo für 29 Milliarden Dollar kaufen. Perrigo-Papiere kletterten um rund 18 Prozent und Mylan-Scheine verteuerten sich um knapp 15 Prozent. Beide Konzerne gehörten zu den größten Gewinnern im S&P.

Der Dow-Jones-Index schloss mit einem Aufschlag von fast 0,2 Prozent auf 17.902 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 17.822 und 17.976 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit 2081 Zählern 0,3 Prozent höher aus dem Geschäft. Die Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,8 Prozent und schloss bei 4950 Punkten. Der deutsche Leitindex verlor 0,7 Prozent auf 12.035,86 Zähler und entfernte sich weiter von seinem im März markierten Rekordhoch von 12.219 Punkten. Der EuroStoxx50 gab ebenfalls 0,7 Prozent auf 3742,63 Punkte nach.

Wie es um die US-Wirtschaft bestellt ist, dürfte auch die Berichtssaison zeigen, die am Mittwoch nach Börsenschluss traditionell mit dem Aluminiumproduzenten Alcoa beginnt. Die Aktie legte 1,8 Prozent zu.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 750 Millionen Aktien den Besitzer. 1846 Werte legten zu, 1166 gaben nach und 157 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,67 Milliarden Aktien 1739 im Plus, 979 im Minus und 156 unverändert.

An den US-Kreditmärkten ergab sich ein uneinheitliches Bild. Während die zehnjährigen Staatsanleihen um 01/32 auf 100-31/32 verloren, legten die 30-jährigen Bonds um 11/32 auf 99-23/32 zu. Die zehnjährigen Bonds rentierten mit 1,903 Prozent, die 30-jährigen hatten eine Rendite von 2,523 Prozent. Die Veröffentlichung des Fed-Protokolls war auch an den Bondmärkten Tagesthema. "Ich wäre überrascht, wenn die Fed ihre Leitzinserhöhung auf 2016 verschiebt", sagte Dan Heckman von Wealth Management in Kansas.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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