Börse New York: Wall Street legt zu

Börse New York
Wall Street legt zu

Heute blickten die Händler über den großen Teich. Sie hatten Sorge, dass ein Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone das Land weiter schwächen würde. Nach einer Annäherung im Schuldenstreit drehen die Kurse ins Plus.
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Die Einigung im Schuldenstreit zwischen Griechenland und seinen europäischen Geldgebern hat den US-Börsen am Freitag Auftrieb gegeben. Nach einem schwachen Auftakt drehten die Indizes an der Wall Street im Handelsverlauf ins Plus, nachdem sich eine Einigung zuerst abzeichnete und schließlich noch während des Handelsverlaufs verkündet wurde. Der Dow Jones und der S&P 500 gingen in der Folge mit neuen Rekordständen ins Wochenende.

Der Dow-Jones-Index schloss bei 18.140 Punkten 0,86 Prozent im Plus. Im Verlauf pendelte er zwischen 17.878 und 18.144 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit 2110 Zählern 0,6 Prozent höher aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq gewann etwas mehr als 0,6 Prozent und schloss bei 4955 Punkten. Im Wochenvergleich stieg der Dow um 0,7 Prozent, der S&P um 0,6 Prozent und die Nasdaq um 1,3 Prozent. Der Deutsche Aktienindex in Frankfurt hatte 0,4 Prozent fester geschlossen.

US-Firmen betreiben zwar keine nennenswerte Geschäfte mit Griechenland. Es gibt an der Wall Street aber die Sorge, dass im Falle eines Austritts des Landes aus der Euro-Zone Europa als wichtiger US-Handelspartner in Turbulenzen geraten könnte.

Aktien von Noodles verloren fast 32 Prozent. Der Restaurant-Betreiber hatte unerwartet schwache Quartalszahlen vorgelegt und Anleger auch mit seinem Ausblick enttäuscht.

Papiere von Avon verloren 3,2 Prozent. Die Analysten von RBC Capital hatten ihr Kursziel für die Titel zurückgeschraubt.

Um rund 4,7 Prozent aufwärts ging es mit Anteilsscheinen von Salix. Der US-Pharmakonzern steht einem Insider zufolge kurz vor der Übernahme durch den US-Rivalen Valeant, der dafür für 10,2 Milliarden Dollar zahlen könnte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 830 Millionen Aktien den Besitzer. 2085 Werte legten zu, 990 gaben nach und 106 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,75 Milliarden Aktien 1450 im Plus, 1266 im Minus und 148 unverändert.

Auch bei den US-Staatsanleihen stand Griechenland im Fokus. Nach der Einigung drehten die Kreditmärkte ins Minus, da die Bonds nicht mehr als sicherer Hafen gefragt waren. Die zehnjährigen Papiere fielen um 2/32 auf 98-29/32. Sie rentierten mit 2,12 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 2-31/32 auf 95-13/32 und hatten eine Rendite von 2,72 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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