Börse New York
Wall Street legt zu

Trotz einer schwächeren Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts steigen die US-Börsen auch am Mittwoch. Für die Händler spielt derzeit das Geld der Federal Reserve eine größere Rolle als die realen Wirtschaftsdaten.
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New YorkDie Wall Street hat am Mittwoch zugelegt. Investoren setzten darauf, dass die Federal Reserve nicht vorzeitig den Geldhahn zudreht. Anlass dazu gab ihnen das Wachstum der US-Wirtschaft, das nach endgültigen Zahlen zum Jahresanfang nur 1,8 Prozent betrug. Bisher war das Plus auf 2,4 Prozent veranschlagt worden. Grund für die Revision war unter anderem, dass die Verbraucher weniger Geld ausgaben als angenommen. Weil die Fed aber eine eher maue Konjunktur weiter stützen wird, blieben Investoren in Kauflaune. Das schwache Wachstum sei ein weiteres Beispiel dafür, dass schlechte Nachrichten manchmal gute Nachrichten seien, sagte Michael Mullaney, vom Fiduciary Trust.

Der Dow-Jones-Index der 30 Standardwerte schloss ein Prozent fester mit 14.910 Punkten. Im Verlauf war er zwischen 14.769 und 14.938 Zählern gependelt. Auch der breiter gefasste S&P 500 stieg um ein Prozent auf 1603 Stellen. Die Technologiebörse Nasdaq gewann 0,9 Prozent auf 3376 Zähler. Der Deutsche Aktienindex hatte 1,7 Prozent fester mit 7940 Stellen geschlossen.

Für Erleichterung auf dem Parkett sorgte auch, dass die chinesische Zentralbank Befürchtungen linderte, die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft könnte auf eine Bankenkrise zusteuern.

Der freie Fall des Goldpreises machte dagegen Unternehmen zu schaffen, die Goldbergwerke betreiben. Die in den USA gelisteten Aktien von Gold Fields gaben 7,5 Prozent nach. Barrick Gold verloren 8,3 Prozent. Der Preis für das Edelmetall war zuvor auf den tiefsten Stand seit fast drei Jahren gefallen.

Aktien des Nahrungsmittelkonzerns General Mills gaben 0,5 Prozent nach, weil der Hersteller von Häagen-Dazs-Eis und Brötchen der Marke Knack & Back für das kommende Geschäftsjahr eine Prognose unter den Erwartungen abgab.

Unter Druck standen auch Aktien von Apollo, die zehn Prozent verloren. Der Betreiber privater Schulen hatte unerwartet schwache Quartalszahlen vorgelegt.

Für Microsoft -Aktien ging es zwei Prozent nach oben. Morgan Stanley empfahl, die Papiere im Portfolio überzugewichten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,77 Milliarden Aktien den Besitzer. 2316 Werte legten zu, 742 gaben nach und 59 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,66 Milliarden Aktien 1349 im Plus, 1107 im Minus und 114 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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