Börse New York
Wall Street leicht schwächer

Der Absturz des Ölpreises setzt die beiden Giganten Exxon Mobil und Chevron gehörig unter Druck. Dementsprechend schwächer tendierte der freitägliche Dow-Jones-Index, in dem beide gelistet sind. Die Anleger halten sich zurück.

New York Neue Daten zum Konsum in den USA haben die Wall Street am Freitag belastet. Dieser hat im September so langsam zugelegt wie seit acht Jahren nicht mehr. Da die Berichtssaison langsam zu Ende gehe, richteten Anleger ihren Blick verstärkt wieder auf den Zustand der US-Wirtschaft, sagten Analysten. Konjunkturdaten gelten als wichtige Orientierungsgröße für die Geldpolitik der Fed. Eine Entscheidung über die geplante Zinswende in den USA steht für Dezember auf der Agenda.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,5 Prozent tiefer auf 17.663 Punkten. Auch der breiter gefasste S&P-500 gab 0,5 Prozent auf 2079 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ließ 0,4 Prozent auf 5053 Stellen Federn. Im Wochenvergleich ergab sich für den Dow ein Plus von 0,1 Prozent, den S&P ein Plus von 0,2 Prozent und den Nasdaq ein Plus von 0,4 Prozent. Auf Monatssicht legte der Dow 8,5 Prozent, S&P 8,3 Prozent und der Nasdaq 9,4 Prozent zu.

Besser als erwartete Quartalszahlen der Energiekonzerne Exxon und Chevron bestimmten an US-Börsen den Handel. Zwar brachen bei beiden Firmen die Gewinne wegen des Ölpreisverfalls weg. Analysten hatten aber noch Schlimmeres befürchtet. Die Anteilsscheine von Chevron gewannen 1,1 Prozent an Wert. Exxon-Papiere erhöhten sich um 0,6 Prozent.

Überraschend starke Quartalszahlen trieben die Aktien des Internet-Reiseportals Expedia um mehr als sieben Prozent an. Expedia konnte beim Gewinn für das Quartal die Erwartungen der Analysten übertreffen. Zugleich sieht das gemessen an den Buchungen weltgrößte Reiseportal mehr Synergien nach der milliardenschweren Übernahme des Rivalen Orbitz Worldwide.

Ein optimistischer Ausblick hievte First Solar in die Höhe. Die Aktien des US-Solaranlagenbauers stiegen knapp zwölf Prozent. Das Unternehmen hatte seine Gewinnprognose angehoben. Als Grund führten die Amerikaner die vermutlich niedrigeren Betriebskosten an.

Nach einem satten Kursgewinn von fast 1200 Punkten im Oktober griffen die Dax -Anleger zum Monatsende noch einmal zu. Der Leitindex schloss 0,5 Prozent höher bei 10.850,14 Punkten. Die Monatsbilanz fiel mit einem Plus von rund zwölf Prozent ungewöhnlich positiv aus. Der EuroStoxx50 stieg am Abend um 0,1 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,14 Milliarden Aktien den Besitzer. 1647 Werte legten zu, 1404 gaben nach und 139 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,99 Milliarden Aktien 1161 im Plus, 1638 im Minus und 175 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 7/32 auf 98-23/32. Die Rendite sank auf 2,1457 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 23/32 auf 98-31/32 und rentierte mit 2,9270 Prozent. Händler erklärten die Aufschläge mit Käufen von Investoren zum Monatsende.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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