Börse New York: Wall Street leidet unter Euro-Schuldenkrise

Börse New York
Wall Street leidet unter Euro-Schuldenkrise

Die Lage in Europa entspannt sich nicht. Das bekamen am Mittwoch auch die Anleger in den USA zu spüren. Der Dow Jones rutschte ins Minus. Boeing-Aktien gaben auf Grund möglicher Flugbeschränkungen nach.

New YorkDie Schuldenkrise in Europa hat am Mittwoch für fallende Kurse an der Wall Street gesorgt. Vor allem wegen der politischen Lage in Italien und der Bankenkrise in Zypern trennten sich Investoren von Aktien.

Ein Teil der Verluste wurde aber wieder wettgemacht, nachdem Einzelheiten der geplanten Kapitalbeschränkungen in Zypern bekanntwurden. Sie sollen verhindern, dass aus dem Land nach Wiedereröffnung der Banken am Donnerstag große Summen abgezogen werden.

Der Dow-Jones-Index gab 0,2 Prozent auf 14.526 Punkte ab. Er pendelte zwischen den Marken von 14.439 und 14.559. Der breiter gefasste S&P 500 verlor knapp 0,1 Prozent auf 1562 Stellen. Dagegen gab es beim Nasdaq-Index ein Plus: Er stieg um 0,1 Prozent auf 3256 Zähler. In Frankfurt schloss der Dax 1,15 Prozent tiefer bei 7789 Punkten. Der Euro rutschte auf 1,2771 Dollar ab.

Der S&P liegt derzeit nur wenige Punkte unter seinem Höchststand, den er im Jahr 2007 erreichte. Analysten gehen davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit einer Kurskorrektur steigt, je öfter diese Marke erfolglos angegriffen wird.

Bei den Einzelwerten stand Boeing im Interesse der Anleger. Wegen der Akkuprobleme beim neuen Langstreckenflieger 787 Dreamliner könnten Experten und Aufsehern zufolge Beschränkungen auferlegt werden. So könnte es Fluggesellschaften untersagt werden, mit der spritsparenden Maschine längere Strecken über Ozeane zu fliegen. Für diese Routen ist die 787 aber konzipiert. Die Boeing-Aktie verlor 0,5 Prozent.

Die Papiere des Bergbauunternehmens Cliff Natural Resources brachen um 14 Prozent ein. Grund waren skeptische Einschätzungen von Morgan Stanley und Credit Suisse. Die Analysten verweisen auf ein Überangebot von Eisenerz im Norden der USA, wodurch der Druck auf das Unternehmen wachsen könnte.

Facebook-Papiere stiegen um 3,53 Prozent und gehörten zu den größten Gewinnern im Auswahlindex. Der Plattformbetreiber hatte mitgeteilt, dass die Zahl derjenigen, die Spiele über den Facebook-Service spielen, im Jahresvergleich um knapp ein Viertel gestiegen sei.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 600 Millionen Aktien die Besitzer. 1582 Werte legten zu, 1377 gaben nach, und 134 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,42 Milliarden Aktien 1157 im Plus, 1259 im Minus und 119 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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