Börse New York
Wall Street macht einen Satz nach oben

Gute Vorgaben aus Asien beflügeln heute die Märkte. Weder die Angst um spanische Banken, noch die Stimmung der US-Konsumenten können die Stimmung der Anleger trüben. Die Facebook-Aktie ist allerdings wieder unter Druck.
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New YorkGute Umfrageergebnisse für die Befürworter des Sparkurses in Griechenland haben die US-Börsen am Dienstag angeschoben. Allerdings goss Facebook Wasser in den Wein: Die Aktie des Börsenneulings verlor knapp zehn Prozent und fiel deutlich unter die 30-Dollar-Marke.

Die Anleger an der Wall Street zeigten sich erleichtert, dass in Griechenland die konservativen Unterstützer der Reformauflagen vor den Neuwahlen am 17. Juni vor der radikalen Linksallianz liegen. Ein drohender Austritt des Landes aus der Euro-Zone hatte wegen der schwer vorhersehbaren Folgen die Märkte in den letzten Wochen belastet. "Alles, was die Unsicherheit in Europa eindämmt, ist eine gute Nachricht", sagte Jon Merriman von Merriman Holdings. "Die Wahlumfragen deuten darauf, dass Griechenland in der Spur bleibt."

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verabschiedete sich ein Prozent höher bei 12.580 Punkten. Im Tagesverlauf pendelte der Leitindex zwischen 12.454 und 12.611 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 legte 1,1 Prozent auf 1332 Zähler zu. Die Technologiebörse Nasdaq gewann 1,2 Prozent auf 2870 Stellen. In Frankfurt ging der Dax mit einem Plus von 1,2 Prozent bei 6396 Punkten aus dem Handel.

Auch neue Hoffnungen, dass ein allzu kräftiger Wirtschaftsabschwung in China vermieden werden könnte, sorgten für Zuversicht. Die größten Banken der Volksrepublik haben zum Monatsende offenbar damit begonnen, wieder mehr Kredite zu vergeben, wie "Shanghai Securities News" unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen berichtete. Zugleich wolle die Regierung Genehmigungsverfahren für Infrastrukturprojekte beschleunigen.

Die Anleger ließen sich ihren Optimismus auch nicht von schwachen Konjunkturdaten verderben. Die Stimmung der US-Verbraucher kühlte sich im Mai überraschend ab. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen sank auf 64,9 Punkte von revidiert 68,7 Zählern im April.

Bei den Einzelwerten stand einmal mehr die Facebook-Aktie im Fokus, die abermals abrutschte. Sie fiel um 9,6 Prozent auf 28,84 Dollar und lag damit mehr als neun Dollar unter den Ausgabepreis bei ihrem Börsengang. Das Online-Netzwerk wird als möglicher Käufer von Opera ins Spiel gebracht. Die Titel des norwegischen Softwarehauses - bekannt für seinen gleichnamigen Internet-Browser - stiegen an der Börse Oslo um bis zu 26 Prozent auf ein Rekordhoch.

Zu den größten Verlieren gehörte der Pharmahersteller Vertex. Nach enttäuschenden Ergebnissen einer klinischen Studie stürzte die Aktie 10,9 Prozent ab.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 710 Millionen Aktien den Besitzer. 2370 Werte legten zu, 639 gaben nach und 82 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,64 Milliarden Aktien 1754 im Plus, 755 im Minus und 129 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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