Börse New York Wall Street rutscht in den Keller

Die Angst vor einem baldigen Ende der ultralockeren US-Geldpolitik belastet die Wall Street. Die US-Indizes notieren den zweiten Tag in Folge deutlich im Minus. Einige Lichtblicke gab es dagegen bei den Einzelwerten.
Update: 12.12.2013 - 00:29 Uhr Kommentieren
Händler an der NYSE: Neue Spekulationen um ein baldiges Ende der ultralockeren US-Geldpolitik sorgen für große Verunsicherung unter den US-Anlegern. Quelle: ap

Händler an der NYSE: Neue Spekulationen um ein baldiges Ende der ultralockeren US-Geldpolitik sorgen für große Verunsicherung unter den US-Anlegern.

(Foto: ap)

New YorkDie US-Börsen haben am Mittwoch Verluste hinnehmen müssen. Im Mittelpunkt des Interesses stand die Einigung im US-Haushaltsstreit, die Anleger um die Konjunkturhilfen der US-Notenbank Fed bangen ließ. Zwar schätzten es Händler als positiv ein, dass mit der Übereinkunft eine Haushaltsblockade wohl nicht länger als Drohszenario im Raum steht.

Doch schwerer wog schließlich die Annahme, dass die US-Notenbank geneigt sein könnte, ihre Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft nun eher früher als später einzudämmen - vielleicht schon in der kommenden Woche.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 15.997 und einem Tief von 15.827 Punkten. Er schloss mit einem Minus von 0,8 Prozent auf 15.843 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 büßte 1,1 Prozent auf 1782 Stellen ein. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 1,4 Prozent auf 4003 Punkte. In Frankfurt ging der Dax 0,4 Prozent tiefer mit 9077 Zählern aus dem Handel.

Im Haushaltsstreit hatten sich Demokraten und Republikaner Dienstagabend überraschend auf einen Kompromiss geeinigt. Der im Januar 2014 abermals drohende Haushaltsnotstand könnte damit noch abgewendet werden - vorausgesetzt, Senat und Repräsentantenhaus geben grünes Licht. Präsident Barack Obama sprach von einem "guten ersten Schritt" und warb um Zustimmung. In den Reihen der Republikaner im Repräsentantenhaus zeichnete sich am Mittwoch ein Ja-Votum ab.

Aktienboom macht die Milliardäre noch reicher
Reichtum
1 von 21

Die Reichen werden immer reicher. Wer unter den 100 Superreichen 2013 bisher die meisten Milliarden scheffelte und sein Vermögen relativ betrachtet am stärksten steigerte, zeigt diese Galerie. Die Daten sammelt die Nachrichtenagentur Bloomberg auf täglicher Basis.

Stand: 26. Dezember 2013

Alice Walton
2 von 21

Platz 20: Alice Walton

Die Geschwister Walton sind die Erben des Wal-Mart-Gründers Sam Walton. Alice Walton besitzt 343 Millionen Aktien des Supermarkt-Imperiums. Außerdem ist sie engagiert im Kunstmarkt aktiv.

Vermögenszuwachs 2013: 5,8 Milliarden Dollar

huGO-BildID: 17882167 ARCHIV - Das Logo einer Lidl-Filiale, aufgenommen in Frankfurt, Hessen, am 30. Maerz 2008. Wegen des Verdachts auf Dioxin belas
3 von 21

Platz 19: Dieter Schwarz

Der Eigentümer der Handelskette Lidl gilt als einer der geheimnisvollsten Unternehmer Deutschlands. Bilder von ihm sind daher Mangelware. Den Grundstein für das Billig-Imperium legte bereits sein Vater, der Heilbronner Unternehmer Josef Schwarz. Er war 1930 als Gesellschafter in die Südfrüchte-Großhandlung Lidl & Co eingestiegen, die ihre Kunden in Heilbronn noch per Pferdefuhrwerk mit Bananen und Zitronen belieferte.

Vermögenszuwachs 2013: 5,8 Milliarden Dollar

File photo of Inditex Chairman Amancio Ortega
4 von 21

Amancio Ortega

Der Vater der Inditex-Erbin Sandra Ortega Mera ist der reichste Europäer und kommt ebenfalls aus Spanien. Während sein Land im Schuldensumpf zu versinken droht, kann Amancio Ortega sein Vermögen deutlich steigern. Seine Haupteinnahmequelle ist das Unternehmen Inditex – das größte Textilunternehmen der Welt. Begonnen hat seine Karriere mit der Modekette Zara. Im Laufe der Jahre gründete er zahlreiche weitere Modemarken und übernahm einige Kleidungsunternehmen, die unter dem Dach von Inditex an der spanischen Börse notiert sind. Weltweit ist er gemessen am Vermögen die Nummer drei.

Vermögenszuwachs 2013: 7,5 Milliarden Dollar - Platz 15
Gesamtvermögen 2013: 65 Milliarden Dollar - Platz 3

People enter a Zara store in Barcelona
5 von 21

Sandra Ortega Mera

Die Erbin des Modeimperiums Zara ist scheu in der Öffentlichkeit. Deshalb gibt es kaum Bilder von ihr. Die Tochter der Inditex-Gründer Amancio Ortega und Rosalia Mera ist nach dem Tod ihrer Mutter zur reichsten Spanierin geworden. Sandra Ortega Mera erhielt mehr als 90 Prozent des Vermögens ihrer Mutter, darunter die gesamte Holdinggesellschaft Rosp Corunna Participaciones Empresariales SL, berichtet eine informierte Person. Bis zu Meras Tod im August hatten beide zusammen die Gesellschaft kontrolliert. Unter den Superreichen liegt sie nach der Bloomberg-Liste nun auf Platz 181. Gemessen am Zuwachs ist sie in diesem Jahr jedoch Spitze.

Vermögenszuwachs 2013: 6,1 Milliarden Dollar - Platz 19

Prozentualer Zuwachs 2013: 540 Prozent - Platz 1

Robson Walton
6 von 21

Platz 16: Robson Walton

Die Geschwister Walton sind die Erben des Wal-Mart-Gründers Sam Walton. Der älteste Sohn Robson Walton ist Vorsitzender von Wal-Mart. Er besitzt 339 Millionen Aktien.

Vermögenszuwachs 2013: 6,1 Milliarden Dollar

Mannequins wearing cashmere clothes are displayed at Fast Retailing's Uniqlo casual clothing store in Tokyo
7 von 21

Platz 15: Tadashi Yanai

Der japanische Unternehmer Tadashi Yanai gründete Fast Retailing, das größte Bekleidungsunternehmen in Asien. Der reichste Mann Japan ist auch wegen des Tochterunternehmens Uniqlo bekannt.

Vermögenszuwachs 2013: 6,3 Milliarden Dollar

Randy Warren von Warren Financial Service zufolge kam es am Mittwoch zu Gewinnmitnahmen. Befürchtungen, dass die Fed mit dem Zeitplan für ihre Konjunkturhilfen falsch liegt, täten am Markt ihr übriges. Am kommenden Mittwoch äußert sich die Notenbank planmäßig zum letzten Mal in diesem Jahr zu ihrer Geldpolitik.

Bei den Einzelwerten ging es für Laboratory bergab, nachdem die Medizintest-Firma ihren Jahresausblick nach unten korrigiert hatte. Die Papiere büßten fast elf Prozent ein.

Ein Minus von 1,2 Prozent musste Costco Wholesale verkraften, der für einen überraschend schwachen Quartalsgewinn abgestraft wurde.

Doch einige Unternehmen konnten gegen den Markttrend Kursgewinne verbuchen. So legten die Aktien von Mastercard 3,5 Prozent zu. Der Finanzkonzern hat einen Aktiensplit angekündigt und die Dividende angehoben.

Auch die Papiere von Groupon waren gefragt, sie stiegen um knapp ein Prozent. Wells Fargo hatte den Schnäppchenvermittler auf "outperform" angehoben.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 740 Millionen Aktien den Besitzer. 597 Werte legten zu, 2450 gaben nach und 74 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 1,9 Milliarden Aktien 595 Titel im Plus, 1958 im Minus und 126 unverändert.

  • rtr
Startseite

Mehr zu: Börse New York - Wall Street rutscht in den Keller

0 Kommentare zu "Börse New York: Wall Street rutscht in den Keller"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%