Börse New York
Wall Street rutscht nach Ausverkauf ins Minus

Auch am Freitag hielt die Diskussion um die Fed-Geldpolitik weiter an. Auch die Krisen in Argentinien und der Ukraine stimmten die Anleger vorsichtig. Die Wall Street verabschiedete sich mit einem Minus ins Wochenende.
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New YorkAnleger haben am Freitag erneut Aktien aus ihren Depots geworfen. Händler machten unter anderem die Lage in Argentinien und geopolitische Spannungen - vor allem mit Russland dafür verantwortlich. Wenig Impulse kamen von den Daten zur US-Konjunktur.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Minus von 0,42 Prozent auf 16.493 Punkten. Dabei pendelte er zwischen 16.437 und 16.561 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,29 Prozent auf 1925 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging mit minus 0,39 Prozent bei 4352 Stellen aus dem Handel. Auf Wochensicht verlor der Dow 2,8 Prozent, die Nasdaq 2,2 Prozent, der S&P-Index 2,7 Prozent. Der Dax in Frankfurt fiel um bis zu 2,4 Prozent auf ein Dreieinhalb-Monats-Tief von 9185 Punkten und verabschiedete sich mit einem Minus von 2,1 Prozent bei 9210 Zählern ins Wochenende.

Großes Thema auf dem Börsenparkett war erneut die Geldpolitik der Fed. Eine eindeutige Antwort auf Frage, wann die US-Notenbank die Zinsen anheben wird, lieferten die am Nachmittag vorgelegten US-Daten nicht. Einem schwächer als erwartet ausgefallenem Stellenaufbau stand eine überraschend positive Stimmung der Einkaufsmanager aus der US-Industrie gegenüber.

Gegen den Trend legten an der Wall Street T-Mobile-US-Aktien um 1,45 Prozent zu. Neben dem US-Telefonkonzern Sprint umwirbt auch der französische Mobilfunker Iliad die US-Tochter der Deutschen Telekom. Einer der Spitzenreiter im Dow Jones war der Konsumgüter-Hersteller Procter & Gamble mit einem Kursplus von drei Prozent. Der Rivale von Henkel und Beiersdorf steigerte seinen Gewinn um 37 Prozent.

GoPro-Aktien brachen um mehr als 14 Prozent ein. Der Spezialist für tragbare Videokameras vervierfachte seinen Verlust wegen gestiegener Kosten im abgelaufenen Quartal.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 790 Millionen Aktien den Besitzer. 1146 Werte legten zu, 1905 gaben nach und 131 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,02 Milliarden Aktien 965 im Plus, 1727 im Minus und 115 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 15/32 auf 99-31/32. Sie rentierten mit 2,505 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 12/32 auf 101-17/32 und hatten eine Rendite von 3,294 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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