Börse New York
Wall Street schließt den fünften Tag im Minus

Der amerikanische Leitindex schloss am Dienstag etwas leichter. Sowohl schlechte US-Unternehmensnachrichten als auch die Verwirrung um Spaniens Finanzhilfe sorgten für Verunsicherung bei den Anlegern.
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New YorkAnhaltende Turbulenzen in der Euro-Zone haben Anleger in den USA zu Gewinnmitnahmen veranlasst. Gleichzeitig zeigten sich Investoren am Mittwoch weiterhin verunsichert wegen der jüngsten Geschäftswarnungen großer amerikanischer Unternehmen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent schwächer bei 13.413 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte er zwischen 13.406 und 13.480 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 gab knapp 0,6 Prozent auf 1433 Stellen nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel - belastet von Apple und Oracle - um fast 0,8 Prozent auf 3093 Punkte. Ganze zwei Prozent ließ der Dax in Frankfurt Federn. Er ging mit 7276 Zählern aus dem Handel.

Vor allem die Angst vor einer Verschärfung der Schuldenkrise in Spanien trieb die Anleger um. Aber auch die Massenproteste gegen den Sparkurs der Regierung in Athen verfolgten die Börsianer in New York mit Sorge. Es herrsche immer noch zu viel Ungewissheit darüber, wie es in Europa weitergehe, sagte T. Doug Dale von Security Ballew.

Die Warnungen des weltgrößten Baumaschinenherstellers Caterpillar und des Paketdienstes FedEx waren ebenfalls weiterhin Thema auf dem Parkett. "Das alles deutet auf eine schwache Wirtschaft", sagte der Portfolio-Manager James Dailey von TEAM Asset Strategy Fund. Investoren hätten zuletzt in der Annahme gekauft, die US-Notenbank werde "schon alles abfangen. Aber wenn sie es nicht kann, gibt es Potenzial für Panikverkäufe." Caterpillar-Aktien gaben nach den hohen Verlusten am Vortag immerhin noch knapp 0,1 Prozent nach, FedEx-Papiere schlossen fast 0,2 Prozent im Minus.

Keine Erleichterung brachten neue Daten vom US-Immobilienmarkt. Der Absatz von Eigenheimen blieb in den USA im August mit 373.000 Einheiten hinter den Erwartungen der Analysten zurück, die mit 380.000 Einheiten gerechnet hatten. "Die Zahlen sind ein weiterer Beweis dafür, dass trotz der niedrigen Zinsen der Markt nicht funktioniert, denn die Leute können ihre Häuser noch immer nicht refinanzieren oder verkaufen", sagte Investmentchef Dale.

Die Nasdaq wurde besonders von der Apple-Aktie belastet. Das Papier verbilligte sich um 1,2 Prozent. Der Buchhändler Barnes & Noble stellte einen eigenen Tablet-Computer vor, der in den USA deutlich günstiger als das iPad sein soll. Barnes & Noble-Anteilscheine notierten fast sechs Prozent fester.

Aufwärts ging es auch mit der auch in New York gehandelten Aktie des kanadischen Blackberry-Herstellers Research In Motion. Sie verteuerte sich um mehr als sechs Prozent, nachdem das Unternehmen skeptischen Investoren versicherte, Anfang kommenden Jahres ein neues Smartphone auf den Markt zu bringen. Abschläge verbuchte dagegen Oracle. Das Papier gab 1,8 Prozent nach.

Zu den Verlierern gehörten auch die Aktien des Kerzenherstellers Blyth. Sie brachen mehr als 21 Prozent ein, nachdem die Nahrungsergänzungsmittel-Tochter ViSalus ihren geplanten Börsengang wegen des unsicheren Marktumfelds absagte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 740 Millionen Aktien den Besitzer. 1216 Werte legten zu, 1778 gaben nach und 109 blieben unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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