Börse New York
Wall Street schließt deutlich fester

Die US-Börsen starten trotz enttäuschender Konjunkturdaten und Konflikt mit Nordkorea mit Kursgewinnen in die Woche. Auch ein Raketenstart konnte die Börsianer nicht aus der Ruhe bringen. Die Indizes schlossen fester.
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New YorkNach drei Handelstagen in Folge mit Verlusten sind die US-Börsen mit Kursgewinnen in die neue Woche gestartet. „Wir könnten in dieser Bilanzsaison ein zweistelliges Wachstum sehen“, sagte Analyst Art Hogan von Wunderlich Equity Capital Markets in New York mit Blick auf die anstehenden Quartalsberichte der Unternehmen. „Und das sind die einzigen Daten, um die wir uns kümmern sollten.“ Zuletzt hatte beispielsweise die Sorge vor einem bewaffneten Konflikt mit Nordkorea viele Anleger verunsichert, während von der US-Konjunktur schwächere Signale kamen. Schwergewichte wie Goldman Sachs, General Electric und Johnson & Johnson ziehen in dieser Woche Bilanz für das erste Quartal.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gewann 0,9 Prozent auf 20.636 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 schloss 0,86 Prozent höher mit 2349 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,89 Prozent auf 5856 Stellen.

Fast alle Sektoren legten zu. Am besten entwickelten sich Finanzwerte mit einem Aufschlag von 1,60 Prozent. Am Tabellenende standen Energietitel, die lediglich 0,20 Prozent gewannen.

Zu den Gewinnern gehörten die Papiere des weltgrößten Online-Händlers Amazon, die sich um fast zwei Prozent verteuerten auf 901,99 Dollar. Die Analysten der Credit Suisse hatten zuvor ihr Kursziel für die Aktie von 900 auf 1050 Dollar angehoben.

Eli Lilly verloren gut 4 Prozent, nachdem es bei einem Medikament im Rahmen des Zulassungsverfahrens einen Rückschlag gegeben hatte.

Die Anteilsscheine des Metallkonzerns Arconic legten um gut drei Prozent zu, nachdem dessen Vorstandschef Klaus Kleinfeld seinen Posten aufgab. Großaktionäre wie der umtriebige Hedgefonds Elliott hatten zuvor Front gegen den Ex-Siemens-Chef gemacht, da sie unzufrieden mit der Geschäftsentwicklung waren.

Gesucht wurden auch die Papiere des Videodienstes Netflix, die ebenfalls mehr als drei Prozent gewannen. Das Unternehmen veröffentlicht nach Börsenschluss seine Quartalsbilanz. Anleger setzen auf ein erfolgreiches Abschneiden.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 700 Millionen Aktien den Besitzer. 2186 Werte legten zu, 746 gaben nach und 160 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,38 Milliarden Aktien 2004 im Plus, 850 im Minus und 199 unverändert.

US-Staatsanleihen gaben nach. Die zehnjährigen Bonds verringerten sich um 2/32 auf 99-31/32. Sie rentierten mit 2,251 Prozent. Die 30-jährigen Papiere verloren 7/32 auf 101-27/32 und hatten eine Rendite von 2,907 Prozent. Händler begründeten die Entwicklung mit der Kursentwicklung bei Dow Jones & Co, was die Nachfrage nach Papieren aus dem „sicheren Hafen“ der Staatsanleihen verringerte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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