Börse New York
Wall Street schließt fester

In Erwartung auf mehr Klarheit über den Zeitpunkt des Ausstiegs der US-Notenbank aus der lockeren Geldpolitik tendieren die US-Börsen am Dienstag fester. Derweil verdichten sich die Zeichen für ein Ende der Bernanke-Ära.

New YorkZum Auftakt der mit großer Spannung erwarteten Sitzung der US-Notenbank Fed hatten die Anleger an der Wall Street am Dienstag auf einen für sie positiven Ausgang gewettet. Sie gingen von einer Fortsetzung der Fed-Konjunkturhilfen aus und griffen zu. Marktstratege Peter Kenny von Knight Capital sagte, die Erwartung sei, dass die Zentralbanker nach ihrem zweitägigem geldpolitischen Treffen die "Hysterie" an den Märkten mit deutlichen Worten bremsen würden.

Zuletzt herrschte große Unsicherheit, ob die Fed ihre Wertpapierkäufe nicht doch früher drosseln wird als bislang gedacht. Dies hatte eine monatelange Aktienrallye gestoppt.

"Für die Fed ist es zu früh für eine Straffung", sagte Ethan Harris, US-Chefökonom bei Bank of America/Merill Lynch. Die Arbeitslosigkeit müsse weiter zurückgehen, und die Wirtschaft müsse zunächst die Haushaltskürzungen in Washington überstehen.

"Da wir außerdem aktuell niedrige Inflationsraten haben, wird die Fed einen marktfreundlichen Ausstieg vollziehen", sagte Harris. Darauf deuteten nach Ansicht von Marktteilnehmern auch Konjunkturdaten hin. So stiegen die US-Verbraucherpreise im Mai lediglich um 0,1 Prozent. Zudem erhöhte sich die Zahl der begonnen Wohnungsbauten zuletzt nicht so stark wie angenommen.

Der Dow Jones mit den 30 Standardwerten schloss 0,9 Prozent höher auf 15.318 Punkten. Im Tagesverlauf pendelte er zwischen den Marken von 15.186 und 15.340 Stellen. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,8 Prozent auf knapp 1652 Zähler. Der Nasdaq notierte um 0,9 Prozent im Plus bei 3482 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax 0,2 Prozent im Plus bei 8229,51 Zählern.

Zu den Kursgewinnern gehörten Industrie- und Technologiewerte. Zu den am meisten gehandelten Aktien an der New Yorker Börse zählten General Electric, die 2,4 Prozent anzogen. Boeing rückten ein Prozent vor, nachdem der Flugzeugbauer auf der Luftfahrtmesse im französischen Le Bourget eine neue Langversion seines Dreamliners ankündigte.

Nach oben ging es ebenfalls mit Sony -Aktien, die um 3,3 Prozent hochschnellten. Der US-Hedgefonds Third Point erhöhte seinen Sony-Anteil und setzt den japanischen Elektronik-Konzern immer stärker unter Druck, sich aufzuspalten.

An der New Yorker Börse wechselten rund 650 Millionen Aktien den Besitzer. 2051 Werte legten zu, 969 gaben nach und 77 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,59 Milliarden Aktien 1729 im Plus, 746 im Minus und 110 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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