Börse New York
Wall Street schließt freundlich

Die Ölpreise können wieder zulegen und sorgen für gute Stimmung an den US-Börsen. Optimistische Äußerungen von Fed-Chefin Janet Yellen geben der Wall Street zusätzlichen Aufwind.

New York/BangaloreDie US-Börsen haben sich zum Wochenschluss freundlich geschlossen. Für gute Stimmung sorgten am Freitag nach Angaben von Händlern der wieder leicht zulegende Ölpreis und Äußerungen von US-Notenbankchefin Janet Yellen. Nach Yellens Einschätzung ist die US-Wirtschaft auf einem guten Weg, die Fed bleibe auf Kurs für weitere Zinserhöhungen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg in New York 0,2 Prozent auf 17.576,96 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,28 Prozent auf 2047,60 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq trat bei 4851 Punkten praktisch auf der Stelle.

Yahoo-Aktien gaben 0,3 Prozent nach. Zuvor hatte die Technologie-Website „Re/code“ berichtet, dass Yahoo die Frist für Kaufgebote für sein Internet-Geschäft um eine Woche bis zum 18. April verlängert hat. Einem Agenturbericht zufolge gehören der US-Telekomkonzern Verizon sowie Google zu den Bietern.

Im Schlepptau des anziehenden Ölpreises legten die Aktien der Förderfirmen Chevron 1,6 Prozent und Exxon ein Prozent zu. Gefragt waren auch die Anteilsscheine von Boeing. Der Airbus-Konkurrent hatte zuvor vier Bestellungen für seinen Frachter 747-8 bekanntgegeben. Boeing-Papiere rückten 0,7 Prozent vor. Steil bergab ging es für GAP mit einem Kurseinbruch von fast 14 Prozent. Die Mode-Kette hatte einen Umsatzrückgang für März bekanntgegeben.

In Europa kehrten Anleger ermutigt von starken deutschen Exportzahlen an die Aktienmärkte zurück. Der Dax legte ein Prozent auf 9622 Punkte zu, der EuroStoxx50 gewann 1,3 Prozent. Auf Wochensicht kam der Dax allerdings auf ein Minus von 1,8 Prozent.

Börsianer warnten allerdings vor überzogenen Erwartungen an eine Erholung der Aktienmärkte. "Die Unsicherheit der Anleger bezüglich Konjunktur, Geldpolitik als auch Politik bleibt im Markt und ist auch nachvollziehbar", sagte Stratege Andreas Paciorek vom Handelshaus CMC Markets.

Auch der Ölmarkt bleibt anfällig für Rückschläge. Die richtungsweisende Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich zwar um 6,5 Prozent auf 42 Dollar je Barrel (159 Liter). Ein Ende der weltweiten Überproduktion sei aber noch nicht in Sicht, betonten die Analysten der Investmentbank Jefferies.

Derzeit werden täglich ein bis zwei Millionen Barrel Erdöl mehr aus dem Boden gepumpt als benötigt werden. Wegen dieser Überproduktion ist der Preis des „schwarzen Goldes“ seit Mitte 2014 um etwa zwei Drittel eingebrochen. Am 17. April wollen die großen Exportländer über eine Begrenzung der Fördermengen diskutieren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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