Börse New York
Wall Street schließt freundlich

Die US-Börsen steigen weiter. Erfreuliche Konjunkturdaten verdrängen die Sorgen um ein Ende des billigen Fed-Geldes. Im Fokus steht die Aktie des Computerherstellers Dell. Auch eine andere Aktie bricht um 27 Prozent ein.
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New YorkGute Konjunkturdaten haben die US-Börsen zum Wochenschluss beflügelt. Die Stimmung der US-Konsumenten hellte sich überraschend deutlich auf und ist so gut wie zuletzt im Juli 2007. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen stieg im Mai auf 83,7 von 76,4 Punkten im Vormonat. Von Reuters befragte Analysten hatten nur mit einem Wert von 78,0 gerechnet. Die Verbraucherstimmung gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der US-Verbraucher im Voraus anzeigt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg bis zum Schluss um 0,8 Prozent auf 15.354 Punkte. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 15.234 und 15.357 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um ein Prozent auf 1666 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte um ein Prozent auf 3499 Punkte zu. Im Wochenvergleich erhöhte sich der Dow um 1,6 Prozent, der S&P um zwei Prozent und der Nasdaq um 1,8 Prozent. In Frankfurt verabschiedete sich der Dax 0,3 Prozent fester bei 8398 Punkten ins Wochenende. Damit legte er den neunten Handelstag in Folge zu. Das ist die längste Serie seit dreieinhalb Jahren.

Am Vortag war der S&P um 0,5 Prozent gefallen und damit so stark wie seit Anfang Mai nicht mehr. Für diesen Ausverkauf hatten Aussagen des Präsidenten der Fed von San Francisco, John Williams, gesorgt, der davon sprach, dass die Notenbank bereits im Sommer ihr Anleihe-Aufkaufprogramm einstellen könnte. Williams ist im entscheidenden Offenmarktausschuss allerdings nicht stimmberechtigt. Seine Äußerungen trübten nicht dauerhaft die Stimmung. "Der Fakt, dass die Fed darüber diskutiert, die Ankäufe zurückzufahren, ist nur ein kleines Signal. Investoren sind wegen der Fed-Politik, den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der positiven Bilanzsaison trotzdem hungrig nach Aktien", begründete Analyst Gordon Charlop von Rosenblatt Securities den Aufwärtstrend von Freitag.

Bei den Einzelwerten stand der Computerbauer Dell im Fokus. Mitten in der Übernahmeschlacht wartete der Konzern mit einem Gewinneinbruch im ersten Quartal um mehr als drei Viertel auf und lieferte damit neuen Zündstoff in der Debatte über die beste Zukunftsstrategie. Die Aktie ließ moderate 0,2 Prozent Federn.

Deutlicher traf es Einzelhändler J.C. Penney. Der Konzern überraschte erneut negativ mit einem deutlichen Quartalsverlust. Die Aktie fiel um mehr als vier Prozent.

Aruba brachen 26 Prozent ein. Der Quartalsgewinn des Netzwerk-Ausrüsters war wegen der harten Konkurrenz durch Cisco deutlich hinter den Markterwartungen zurückgeblieben.

Auf den Einkaufslisten der Börsianer standen General Motors. Die Anteilsscheine der Opel-Mutter verteuerten sich um 3,2 Prozent, nachdem ein Brokerhaus die Aktie hochgestuft hatte.

Ein erfolgreiches Börsendebüt feierten die Aktien von Tableau Software. Die Dividendenpapiere des Herstellers von Analyse-Software sprangen an ihrem ersten Handelstag 64 Prozent in die Höhe.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 850 Millionen Aktien den Besitzer. 2143 Werte legten zu, 800 gaben nach und 135 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,81 Milliarden Aktien 1711 im Plus, 752 im Minus und 109 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Home Depot jetzt schon mit einem 30-er KGV.Genau wie bei uns die Beiersdorf Aktie.Dividendenrendite jeweils unter einem Prozent.Wie lange soll das noch gutgehen?

  • Futter für die Börse. Diese ständigen Umfragen. Die University of Michigan survey befragt gerade mal 500 Verbraucher. Wie repräsentativ kann das sein bei einen Staat mit 300 Millionen? Eben Futter für die Börse!

    Und dann auch noch alle forecasts übertroffen. Nein, so ein Zufall. Würde interessieren wer der Hauptsponsor der University of Michigan ist!

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