Börse New York
Wall Street schließt im Minus - Energiewerte belasten

Die positiven Arbeitsmarktdaten haben sich kaum auf die Wall Street ausgewirkt. Der Leitindex fiel trotz überraschend hoher Beschäftigungszahlen um 0,3 Prozent. Der Abwärtstrend könnte bis zu den Wahlen anhalten.
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New YorkTrotz überraschend guter Arbeitsmarktdaten hat die Wall Street am Freitag nachgegeben. Die Zahl der Beschäftigten in den USA wuchs im Oktober um 171.000 - Analysten hatten nur mit 125.000 gerechnet. "Der Bericht an sich war gut, aber nicht gut genug nach der verfrühten Rally gestern", sagte Todd Schoenberger von BlackBay Group in New York. Am Donnerstag war der S&P-Index nach Veröffentlichung von guten Job-Daten der privaten Arbeitsvermittlung ADP um 1,1 Prozent gestiegen.

Vor den Wahlen in der kommenden Woche hätten sich Börsianer wegen der anhaltenden Unsicherheit von ihren Dividendenpapieren getrennt, sagte Schoenberger. Viele Amerikaner sind noch unentschlossen, ob sie am Dienstag Präsident Barack Obama oder seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney ihre Stimme geben. In Umfragen liegen sie nahezu gleichauf.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ließ nach einem zunächst freundlichen Auftakt bis zum Schluss 1,1 Prozent auf 13.093 Punkte Federn. Im Handelsverlauf bewegte er sich zwischen 13.076 und 13.289 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,9 Prozent auf 1414 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 1,3 Prozent auf 2982 Stellen ein. Im Wochenvergleich gab der Dow 0,1 Prozent und der Nasdaq-Index 0,2 Prozent nach, während der S&P 0,2 Prozent zulegte. In Frankfurt verabschiedete sich der Dax mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 7364 Punkten ins Wochenende.

Belastet wurden die US-Aktienmärkte von Kursabschlägen bei den Energie- und Minenwerten. Die Anteilsscheine von Chesapeake Energy brachen um mehr als sieben Prozent ein. Hintergrund war der Rückgang der Ölpreise.

 

Wartungsarbeiten und ein Rückgang der Öl-Produktion schlugen auf die Bilanz des Energie-Multis Chevron durch. Der zweitgrößte US-Ölkonzern hinter Exxon musste im dritten Quartal einen Rückgang des Nettogewinns um rund ein Drittel auf 5,25 Milliarden Dollar hinnehmen. Die Aktie fiel um 2,9 Prozent.

Die Dividendenpapiere von Newmont Mining verloren rund acht Prozent, nachdem der Goldproduzent mit seinen Quartalszahlen die Analystenerwartungen verfehlt hatte.

Im Fokus standen die Titel von Starbucks, die um neun Prozent stiegen. Die Kaffeehaus-Kette hatte nach starken Umsatzzahlen ihre Gewinnprognose für das laufende Jahr angehoben.

Von der Konjunktur kamen positive Nachrichten. Die US-Industrie fuhr im September wie erwartet das größte Auftragsplus seit anderthalb Jahren ein. Die Bestellungen stiegen zum Vormonat um 4,8 Prozent und damit so stark wie seit März 2011 nicht mehr. Rechnet man jedoch die Verkehrssparte hinaus, stiegen die Aufträge insgesamt nur um 1,4 Prozent. Im August hatte es einen Einbruch um 5,1 Prozent gegeben.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 780 Millionen Aktien den Besitzer. 882 Werte legten zu, 2082 gaben nach und 122 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,8 Milliarden Aktien 661 im Plus, 1778 im Minus und 102 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Das eingestehen von "Unwissenheit" bereitet gerade Journalisten (oder Analysten) halt erhebliche Probleme..was machen sie jetzt? vielleicht googlen?..Weniger wäre halt mehr - das können sie aber nicht ertragen..grüße, ruth

  • Was soll so etwas: "Der Abwärtstrend könnte bis zu den Wahlen anhalten".

    Na klar, könnte anhalten, könnte aber auch die gegenläufige Entwicklung zeigen, oder auf der Stelle bleiben. Gibt's noch eine weitere Möglichkeit?

    Es sollte Journalisten schon klar sein, dass inhaltslose Floskeln beim Leser nicht auf Interesse stoßen.

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