Börse New York
Wall Street schließt im Minus - wegen Ölpreis

Mit einem Kursplus von über 60 Prozent ist das Online-Empfehlungsportal Yelp in den Handel gestartet. Doch ansonsten vermissten US-Investoren weitgehend gute Nachrichten.
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New YorkBelastet vom hohen Ölpreis haben die US-Börsen am Freitag mit leichten Verlusten geschlossen. Da es sowohl von Konjunktur- als auch von Unternehmensseite kaum neue Impulse gegeben habe, hätten sich die Anleger nicht aus der Deckung gewagt, sagten Händler. Der Ölpreis schürte trotz eines leichten Rückgangs Sorgen vor negativen Folgen für die gerade erst wieder fester anziehende US-Konjunktur.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor moderate 0,02 Prozent auf 12.977 Punkte. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 12.927 und 12.997 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,3 Prozent auf 1369 Zähler nach.

Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank 0,4 Prozent auf 2976 Punkte. Im Wochenvergleich sank der Dow 0,05 Prozent, der S&P rückte dagegen um 0,3 Prozent und der Nasdaq um 0,4 Prozent vor. In Frankfurt ging der deutsche Leitindex Dax mit einem Minus von 0,3 Prozent auf 6921 Punkten aus dem Handel.

„Um einen Abbruch des Aufwärtstrends zu vermeiden, sind gute Nachrichten nötig, aber es stehen kaum Unternehmensergebnisse an, die dem Markt einen Schub geben können“, sagte Analyst Rick Meckler von Libertyview Capital Management vor Börsenschluss. Daher achteten die Anleger verstärkt auf die Risiken. „Und das größte Risiko ist derzeit der Ölpreis.“ Zu den größten Gewinnern zählte der Lebensmittelkonzern Sara Lee. Der Hersteller von Senseo- und Natreen-Produkten kündigte nach der abgeschlossenen Abspaltung seines Kaffee- und Tee-Geschäfts die Zahlung einer Sonderdividende von drei Dollar an. Die Aktie legte daraufhin knapp sechs Prozent zu.

Das Verbraucherportal Yelp feierte trotz der insgesamt gedämpften Stimmung am Markt ein furioses Debüt. Die Aktien schnellten an ihrem ersten Handelstag zeitweise um mehr als 60 Prozent auf 24,60 Dollar in die Höhe. Yelp, das Nutzern seit acht Jahren private Bewertungen örtlicher Handwerker, Geschäfte und Nachtclubs anbietet, wird damit mit rund 1,4 Milliarden Dollar bewertet, etwa das 17-fache seines Umsatzes im vergangenen Jahr. Die Anleger wollen über das Portal vom wachsenden Online-Werbemarkt für regionale Firmen und Dienstleistungen profitieren.

Ebenfalls gefragt waren die Anteilsscheine des Online-Fotodienstleisters Shutterfly mit einem Plus von rund 19 Prozent. Das Unternehmen kauft von dem insolventen Fotokonzern Eastman Kodak Geschäftsteile. Auf den Verkaufslisten standen die Dividendenpapiere von Monster Worldwide. Die Aktie des Karriereportals verbilligte sich um mehr als vier Prozent, nachdem UBS das Papier auf „neutral von „kaufen“ heruntergestuft hatte. Rund 13 Prozent Federn lassen mussten die Anteilsscheine von Overstock.com. Der Online-Händler enttäuschte die Wall Street mit seinen Quartalszahlen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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