Börse New York
Wall Street schließt im Minus

Die US-Börsen haben uneinheitlich tendiert. Große Aufmerksamkeit erhielt der Energiesektor, der durch die Übernahme von Atlas Energy durch Chevron bestimmt wurde. Aktien von Yahoo profitieren ebenfalls weiter von Übernahmefantasien.
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HB NEW YORK. Nach einer fünfwöchigen Rallye haben die US-Börsen am Dienstag eine Atempause eingelegt und durchweg Verluste verzeichnet. Große Aufmerksamkeit erhielt der Energiesektor, der durch die Übernahme von Atlas Energy durch Chevron bestimmt wurde. Unter Druck gerieten kurz vor Handelsschluss vor allem die Aktien von Banken und Rohstoffproduzenten. Aktien von Yahoo wurden erneut von Übernahmespekulationen angetrieben.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab um 0,5 Prozent auf 11.347 Punkte nach und bewegte sich während des Tages in einer Spanne zwischen 11.421 und 11.303 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,8 Prozent auf 1213 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq war mit 2563 Stellen um 0,7 Prozent niedriger als am Vortag.

Die meisten Analysten waren trotz der Atempause überzeugt, dass der Aufwärtstrend grundsätzlich weiter intakt ist. "Ich denke, wir gehen noch höher", sagte etwa Marc Pado von Cantor Fitzgerald. So könne das anziehende Übernahmekarussell dem Markt weiter Schub geben. "Im neuen Jahr werden wir noch viel mehr davon hören. Die Firmen haben tonnenweise Geld."

Übernahmespekulationen bescherten bereits der Aktie von Yahoo einen Kursgewinn von 3,2 Prozent. Kreisen zufolge treibt der ebenfalls schwächelnde Rivale AOL seine Sondierungen für eine Fusion mit Yahoo voran. AOL-Anteilsscheine stiegen 0,7 Prozent.

Die Papiere des Gasunternehmens Atlas Energy kletterten um 34 Prozent, nachdem Chevron ankündigte, Atlas für rund vier Milliarden Dollar übernehmen zu wollen. Damit sichert sich der Ölkonzern Zugriff auf sogenanntes Shale Gas, das in Gestein wie Schiefer lagert. Chevron-Aktien gaben 1,5 Prozent nach.

Im Interesse der Anleger war auch der Goldpreis, der auf neue Höhen kletterte. Das Metall gilt in Zeiten des billigen Geldes durch die Fed als sicherer Hafen, falls es zu einer hohen Inflation kommen sollte. Das kommt Goldproduzenten wie Barrick Gold zugute. Die Aktien des Unternehmens legten zunächst um zwei Prozent zu, schlossen nach den verlustreichen letzten Handelsstunden aber fast unverändert.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,11 Milliarden Aktien den Besitzer. 809 Werte legten zu, 2194 gaben nach und 95 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,17 Milliarden Aktien 743 im Plus, 1904 im Minus und 121 unverändert. An den US-Kreditmärkten sanken die zehnjährigen Staatsanleihen um 28/32 auf 99-23/32. Sie rentierten mit 2,66 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben sogar um fast zwei volle Punkte auf 93-24/32 nach und hatten eine Rendite von 4,25 Prozent.

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