Börse New York
Wall Street schließt im Minus

Die Rekordjagd an der Wall Street ist erst einmal beendet, die New Yorker Börse schloss im Minus. Nach dem Zeitungsverkauf an Amazon-Gründer Bezos geriet Bewegung in die Aktien des „Washington Post“ -Verlags.
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New YorkSpekulationen über einen schneller als allgemein erwarteten Ausstieg der US-Notenbank aus ihrer lockeren Geldpolitik haben die US-Börsen am Dienstag belastet. Der Präsident der Notenbank von Atlanta, Dennis Lockhart, hatte in einem Interview davon gesprochen, dass die Fed mit einem Zurückfahren ihrer Anleihen-Käufe schon im kommenden Monat beginnen könnte, der Schritt aber auch später kommen könne. Nicht alle Börsianer waren aber davon überzeugt, dass Lockharts Worte tatsächlich die Ursache für die nachgebenden Kurse waren: Die Anleger suchten vielmehr nach einem Grund, um ihre Papiere nach den zuletzt rekordhohen Kursen zu verkaufen, sagte Ryan Detrick, Aktienstratege bei Schaeffer's Investment Research. Da kämen ihnen die Aussagen Lockharts gerade recht, auch wenn das Fed-Mitglied eigentlich nichts Neues gesagt habe.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,6 Prozent tiefer bei 15.517 Punkten aus dem Handel. Der Index pendelte im Handelsverlauf zwischen einem Hoch von 15.608 Punkten und einem Tief von 15.473 Punkten. Auch der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,6 Prozent auf 1697 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,7 Prozent ab auf 3665 Stellen. Der S&P 500 hat in fünf der vergangenen sechs Wochen zugelegt und dabei sieben Prozent gewonnen. Am Freitag hatte er ebenso wie der Dow auf einem Allzeithoch geschlossen. Der Deutsche Aktienindex Dax ging in Frankfurt mit einem Abschlag von 1,2 Prozent auf 8299 Punkte aus dem Handel.

Auch am zweiten Tag der Woche war der Handel an der Wall Street dünn. Im Gegensatz zu dem durchwachsenen Verlauf vom Montag, als der Aktienumsatz so gering war wie an noch keinem anderen kompletten Handelstag in diesem Jahr, gaben die Kurse aber deutlich nach. Unter anderem klingt derzeit die Berichtssaison der US-Firmen aus. Zwar fehlen noch Zahlen von rund 100 Unternehmen aus dem S&P-500-Index. Die wichtigsten Konzerne sind aber schon durch.

Anteilsscheine des Verlags der "Washington Post" stiegen um vier Prozent. Der Multi-Milliardär und Amazon-Gründer Jeff Bezos kauft überraschend als Privatmann für 250 Millionen Dollar die seit Jahren kriselnde Zeitung.

Die Aktien vom American Eagle Outfitters sackten um zwölf Prozent ab. Der Textil-Einzelhändler hatte zuvor gewarnt, ein schwacher Umsatz und geringe Margen würden wohl den Gewinn im zweiten Quartal belasten.

Aktien von Fossil legten knapp 18 Prozent zu. Der Mode- und Uhren-Hersteller steigerte Gewinn und Umsatz deutlich. Auch hier liefen die Geschäfte in Europa gut.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,66 Milliarden Aktien den Besitzer. 759 Werte legten zu, 2249 gaben nach und 93 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,53 Milliarden Aktien 763 im Plus, 1731 im Minus und 105 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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