Börse New York
Wall Street schließt im Minus

Die US-Börsen schalten nach dem gestrigen Höhenflug einen Gang herunter. Die Wall Street notierte am Mittwoch im Minus. Bei den Einzeltiteln konnte die Baugesellschaft Toll Brother punkten.
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New YorkDie New Yorker Aktienmärkte haben am Mittwoch eine Verschnaufpause eingelegt. Angesichts eines Mangels an neuen Konjunkturdaten hielten sich die Börsianer überwiegend zurück. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab bis zum Schluss rund 0,3 Prozent auf 16.633 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P 500 sank 0,1 Prozent auf 1909 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel 0,3 Prozent auf 4225 Punkte.

In Frankfurt ging den Dax-Anlegern kurz vor der 10.000er Marke die Puste aus. Der deutsche Leitindex schloss mit 9939,17 Punkten einen Hauch niedriger, obwohl er zuvor noch mit 9957,87 Punkten eine neue Rekordmarke gesetzt hatte. "Es ist wie beim Marathon: Die letzten Meter sind immer die schwersten", fasste Jens Klatt, Marktanalyst von DailyFX zusammen.

Bei den US-Einzelwerten gaben die Aktien des Botox-Herstellers Allergan mehr als fünf Prozent nach. Der kanadische Pharmakonzern Valeant erhöhte die Barkomponente seines nun knapp 50 Milliarden Dollar schweren Angebots. Das Management der Amerikaner betonte, die Offerte zu prüfen und in Erwägung zu ziehen. Mit Valeant und Allergan würden sich zwei mittelgroße Gesellschaften zusammenschließen, die beide in der Haut- und Augenmedizin aktiv sind.

Die Papiere der Baugesellschaft Toll Brothers stiegen rund zwei Prozent. Luxushäuser sind in den USA gefragt. Das Unternehmen verkaufte von diesen Immobilien mehr zu höheren Preisen, was am Markt gut ankam.

Google will die Entwicklung eines selbstfahrenden Autos vorantreiben und könnte damit klassischen Herstellern wie Daimler gefährlich werden. Der US-Konzern will in den kommenden Jahren einen Wagen ohne Lenkrad sowie Gas- und Bremspedale auf die Straße bringen. Die Pläne rissen die Börsianer jedoch nicht vom Hocker. Die Google-Aktie ließ 0,8 Prozent Federn.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 627 Millionen Aktien den Besitzer. 1579 Werte legten zu, 1460 gaben nach und 137 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,75 Milliarden Aktien 1019 im Plus, 1599 im Minus und 127 unverändert.

Am Rentenmarkt sorgte die Aussicht auf eine weitere Lockerung der EZB-Geldpolitik dagegen dies- und jenseits des Atlantiks für einen Run auf Staatsanleihen. Der Euro zahlte die Zeche und rutschte erstmals seit Februar unter 1,36 Dollar.

An den amerikanischen Kreditmärkten gewannen die zehnjährigen Staatsanleihen 21/32 auf 100-16/32. Die Rendite sank auf 2,4413 Prozent. Der 30-jährige Bond kletterte 1-14/32 auf 101-19/32 und rentierte mit 3,2909 Prozent. Händler erklärten die Aufschläge auch mit Käufen von institutionellen Investoren zum Monatsende.


Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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