Börse New York
Wall Street schließt im Plus

Die US-Börsen konnten ihren Abwärtstrend stoppen und schlossen mit Kursgewinnen. Positive Quartalszahlen sorgten für positive Stimmung. Die Papiere von Morgan Stanley und General Electric zogen an, ebenso Honeywell.
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New YorkIn der Hoffnung auf eine längerfristig lockere Geldpolitik der großen Notenbanken sind Anleger am Freitag wieder in die US-Aktienmärkte eingestiegen. Angestoßen hatte die Spekulationen auf zusätzliche Notenbank-Hilfen James Bullard.

Der Chef der Federal Reserve Bank von St. Louis hatte am Vorabend eine Pause bei der Drosselung der Wertpapierkäufe durch die US-Notenbank ins Gespräch gebracht.

"Dass heute auch der Chefvolkswirt der Bank of England davon sprach, dass die Zinsen in Großbritannien länger als erwartet niedrig bleiben könnten, deutet darauf hin, dass auch die internationalen Geldpolitiker die Marktturbulenzen beobachten und nun koordiniert verbal eingreifen", sagte Marktanalyst Andreas Paciorek vom Brokerhaus CMC Markets.

Aus Sicht seines Kollegen Chris Weston von IG Markets werden diese Äußerungen die Kurse aber nur vorübergehend stabilisieren. "Wir brauchen eine längere Periode mit starken Konjunkturdaten aus den USA und vor allem aus Europa, damit sich die Märkte beruhigen." Einen Anfang machte die überraschend positive Stimmung der US-Verbraucher. Der von Reuters und der Universität Michigan ermittelte Index übertraf mit 86,4 Punkten die Markterwartung von 84,1 Zählern.

Der Dow-Jones-Index schloss 1,6 Prozent höher auf 16.380 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 tendierte mit 1886 Zählern 1,3 Prozent im Plus. Die Technologiebörse Nasdaq stand zuletzt bei 4258 Punkten, ein Anstieg von rund einem Prozent. Im Wochenvergleich ergab sich dennoch für den Dow und den S&P-Index ein Minus von jeweils einem Prozent und für die Nasdaq ein Rückgang von 0,4 Prozent.

Bei den Einzelwerten rückte Morgan Stanley in den Fokus. Die Investmentbank verdoppelte ihren Gewinn nahezu. Die Aktien stiegen um 2,1 Prozent. Die Dividendenpapiere von General Electric (GE) zogen um 2,3 Prozent an, nachdem der Siemens -Rivale ein 22-prozentiges Plus der Auftragseingänge bekanntgegeben hatte. Außerdem steigerte der Industriekonzern seine Gewinnmarge um fast einen Prozentpunkt auf 16,3 Prozent.

Die Aktien des Mischkonzerns Honeywell verteuerten sich nach Vorlage der Unternehmensbilanz um 4,2 Prozent. Trotz enttäuschender Quartalszahlen rückten die Anteilscheine des Chipherstellers AMD um drei Prozent vor.

Zu den größten Gewinnern gehörten die Aktien von Mead Johnson Nutrition mit einem Kursaufschlag von fast zehn Prozent. Der französische Lebensmittelkonzern Danone hat nach Informationen von Insidern Interesse an einer milliardenschweren Übernahme des US-Babynahrungsherstellers.

In Frankfurt verabschiedete sich der Dax mit einem Plus von 3,1 Prozent bei 8850,27 Punkten in den Feierabend. Das ist der größte Tagesgewinn seit April 2013. Dank dieses Schluss-Spurts legte er im Wochenvergleich 0,7 Prozent zu. Der EuroStoxx50 stieg ebenfalls um 3,1 Prozent auf 2962,24 Zähler.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,05 Milliarden Aktien den Besitzer. 2021 Werte legten zu, 1067 gaben nach und 98 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,21 Milliarden Aktien 1348 im Plus, 1370 im Minus und 88 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 13/32 auf 101-17/32. Die Rendite stieg auf 2,2006 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 24/32 auf 102-30/32 und rentierte mit 2,9748 Prozent. Hintergrund waren die unerwartet guten Konjunkturdaten, die die Bonds weniger attraktiv für Investoren erschienen ließen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Kann man eigentlich Williams oder Bullard wegen ihrer Kursmanipulation verklagen? Sie hätten wissen müssen,was ihre Interviews für die Märkte bedeuten.Genau wie Draghi im Juli 2012,gefallen sich die Notenbanker darin,die Kurse in die ein oder andere Richtung zu schicken.Ohne ihre verbale Interaktionen ab Donnerstag Mittag,wäre es jedenfalls nie und nimmer,zu den Kurserholungen gekommen.Das Problem sind nicht mehr die Insiderhändler,das Problem sind die Notenbanker.

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