Börse New York: Wall Street schließt mit Kursverlusten

Börse New York
Wall Street schließt mit Kursverlusten

Im Februar wurden in den USA weniger Stellen geschaffen als erwartet. Für die Anleger ein ganz klares Verkaufssignal. Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass die Zinsen bald wieder nach oben gehen. Der Dow Jones gab nach.
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New YorkAn der Wall Street haben am Mittwoch neue Konjunkturdaten für Zurückhaltung gesorgt. Die Zahlen untermauerten die Einschätzung eines langsamen Aufschwungs. Damit steigt zugleich die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank in diesem Jahr die Zinsen wieder anheben wird. Die Aussichten für die Geldpolitik spielten am Markt eine wichtige Rolle, sagte Anlagestratege Stephen Massocca von Wedbush Equity Management.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent schwächer auf 18.096 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,4 Prozent auf 2098 Zähler. Beide Barometer hatten zum Börsenschluss am Montag noch so hoch gelegen wie nie zuvor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,3 Prozent nach auf 4967 Punkte.

Er war zu Wochenbeginn erstmals seit 15 Jahren über die Marke von 5000 Punkten gestiegen. In Frankfurt schloss der Dax ein Prozent im Plus auf 11.390,38 Punkten.

"Nach den Zuwächsen an den Börsen seit Anfang Februar dürfte der Markt nun seitwärts tendieren", sagte Aktienstratege Terry Sandven von U.S. Bank Wealth Management. "Die Investoren verdauen die jüngsten Gewinne und warten auf größere Klarheit."

Das Wachstumstempo der US-Dienstleister zog im Februar überraschend an, wie der Einkaufsmanager-Index des Institute for Supply Management (ISM) für den Sektor zeigt.

Einer Umfrage des privaten Arbeitsvermittlers ADP zufolge schuf die US-Wirtschaft im Februar weniger Stellen als erwartet. Allerdings fiel der Zuwachs im Januar nach revidierten Angaben weit größer aus als zunächst ermittelt. Mit Spannung warten Börsianer nun auf den Arbeitsbericht der Regierung, der am Freitag vorgelegt wird.

Im Blick standen vor allem die Aktien von Unternehmen aus der Gesundheitsbranche, die im Schnitt 0,4 Prozent anzogen. Hintergrund war eine Anhörung des Obersten Gerichtshofs zur Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama. Investoren gingen davon aus, dass das Gericht den Klagen gegen das Vorhaben nicht stattgeben wird.

Der Kurs des Aluminiumproduzenten Alcoa sackte fast vier Prozent ab. Die Analysten von Bank of America Merrill Lynch hatten die Titel heruntergestuft.

Die Anteilsscheine von Abercrombie & Fitch brachen um mehr als 15 Prozent ein. Der Teenagermode-Konzern muss einen Gewinneinbruch um ein Drittel verkraften. Zudem geht er davon aus, dass die Umsätze unter Druck bleiben.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 720 Millionen Aktien den Besitzer. 1169 Werte legten zu, 1868 gaben nach und 146 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,81 Milliarden Aktien 1118 im Plus, 1586 im Minus und 152 unverändert.

Die US-Kreditmärkte bewegten sich kaum. Die zehnjährigen Staatsanleihen notierten unverändert auf 98-29/32. Die Rendite betrug 2,123 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 6/32 auf 95-16/32 und rentierte mit 2,721 Prozent. Marktteilnehmer erwarten, dass sich der richtungs- und impulslose Handel bis zu neuen Konjunkturdaten am Freitag fortsetzen wird.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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