Börse New York
Wall Street schließt mit Kursverlusten

Schwache chinesische Exportdaten erhöhen die Risikoaversion an den Börsen. Die US-Börsen kam nur schleppend voran und schloss mit Kursverlusten. Zudem sorgt die laufende Berichtssaison in USA für Zurückhaltung.
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New YorkDie Furcht vor enttäuschenden Quartalsberichten hat die US-Börsen am Montag belastet. In dieser Woche stehen unter anderem die Zahlen der Großbanken JPMorgan und Bank of America zum abgelaufenen Vierteljahr an. Zuletzt habe es einige Warnsignale gegeben, sagte Brian Fenske von ITG in New York. Bei einigen Unternehmen dürften die negativen Währungseffekte durch den starken Dollar stärker ausfallen als erwartet.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,45 Prozent tiefer bei 17.977 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,5 Prozent auf 2092 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,15 Prozent auf 4988 Stellen.

Apple -Aktien stiegen zunächst um zwei Prozent, lagen zum Schluss aber leicht im Minus. Analysten gehen davon aus, dass der Konzern eine Flut von Vorbestellungen für seine neue Luxusuhr erhalten hat und schon bald die Produktion beschleunigen wird.

Qualcomm rutschten nach deutlichen Aufschlägen zum Handelsstart 0,6 Prozent ins Minus. Ein Investor fordert eine Abspaltung der Chipsparte vom Geschäft mit Patentlizenzen.

Die Anteilsscheine von Netflix kletterten 4,4 Prozent, nachdem die Onlinevideothek die Vorbereitungen für einen Aktiensplit getroffen hatte. Zudem hob UBS ihre Bewertung für die Netflix-Aktie auf "Kaufen" von zuvor "Neutral" an.

General Electric brachen im Zuge von Gewinnmitnahmen mehr als drei Prozent ein. Am Freitag hatte das Papier fast elf Prozent zugelegt, nachdem der Mischkonzern angekündigt hatte, eigene Aktien für bis zu 50 Milliarden Dollar zurückzukaufen.

Auf die Stimmung an den internationalen Börsen drückte ein überraschender Einbruch der chinesischen Exporte. Diese fielen im März im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15 Prozent, während Experten mit einer Zunahme um zwölf Prozent gerechnet hatten.

Zu Beginn einer terminreichen Woche legten die Anleger an den deutschen Aktienmärkten eine Verschnaufpause ein. Nach den Kursgewinnen der Vorwoche seien vereinzelt Gewinnmitnahmen angebracht gewesen, sagte ein Händler. Viele Anleger wollten sich so kurz vor dem ersten Höhepunkt der US-Bilanzsaison nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Am Mittwoch steht zudem eine Pressekonferenz von EZB-Chef Mario Draghi an.

Der Dax schloss mit 12.338,73 Punkten 0,3 Prozent niedriger, blieb aber in Sichtweite des am Freitag aufgestellten Rekordhochs von 12.390,75 Zählern. Der EuroStoxx50 - er war dem Dax vorige Woche etwas hinterhergehinkt - holte etwas auf und erreichte zeitweise ein Sieben-Jahres-Hoch von 3836,28 Zählern.

Unterstützung für die europäischen Aktien kam erneut vom schwachen Euro. Die Gemeinschaftswährung nahm angesichts der ultralockeren Geldpolitik der EZB ihre Talfahrt wieder auf und rutschte bis auf 1,0521 Dollar und lag nur noch knapp über dem Mitte März ereichten Zwölf-Jahres-Tief von 1,0458 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 670 Millionen Aktien den Besitzer. 1144 Werte legten zu, 1902 gaben nach und 149 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,54 Milliarden Aktien 1309 im Plus, 1408 im Minus und 178 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten im Vorfeld einer Reihe von Konjunkturdaten leicht zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 5/32 auf 100-18/32. Die Rendite sank auf 1,937 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 3/32 auf 98-12/32 und rentierte mit 2,579 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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