Börse New York
Wall Street schließt mit Mini-Plus

Die US-Börsen kommen etwas zur Ruhe. Der Dow Jones schloss am Mittwoch leicht höher. Positive Arbeitsmarktdaten konnten nicht für den erhofften Aufschwung sorgen. Dow Jones und S&P 500 konnten dennoch ein 13-Monats-Hoch erklimmen.
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HB NEW YORK. Überraschend positive Konjunkturdaten haben den US-Börsen am Mittwoch Auftrieb gegeben. Dow Jones und S&P 500 schlossen auf einem 13-Monats-Hoch. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ging in der vergangenen Woche deutlich stärker zurück als erwartet. Zudem steigerten die Konsumenten ihre Ausgaben auch zu Beginn des vierten Quartals. Damit verbessern sich die Chancen, dass sich die Erholung der US-Wirtschaft auch zum Jahresende 2009 fortsetzt. Günstig auf das Marktgeschehen wirkten sich außerdem das gestiegene Verbrauchervertrauen, eine Belebung am Immobilienmarkt und der niedrige Dollar-Kurs aus.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Handelsverlauf zwischen einem Hoch von 10 481 und einem Tief von 10 420 Punkten. Er ging 0,3 Prozent fester bei 10 464 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,5 Prozent auf 1 110 Punkte. Die Technologiebörse Nasdaq legte 0,3 Prozent auf 2 176 Punkte zu.

Die Arbeitsmarktdaten deuteten darauf hin, dass es bis zu einem Stellenaufbau nicht mehr weit sei, sagte Richard Dekaser von Woodley Park Research. Die Arbeitslosenquote in den USA ist zuletzt bis auf 10,2 Prozent gestiegen - so hoch wie seit 26 Jahren nicht mehr. Investoren sehen eine Belebung des Arbeitsmarkts als Bedingung für eine nachhaltige Erholung der US-Wirtschaft.

Vor dem US-Feiertag Thanksgiving hielten sich die Anleger mit ihren Engagements zurück. Die Umsätze waren insgesamt äußerst moderat, und der Handel verlief in engen Spannen. Die US-Börsen bleiben am Donnerstag geschlossen, am Freitag ist der Handel verkürzt.

Bei den Einzelwerten verteuerten sich die Aktien des Luxuswaren-Händlers Tiffany um 4,9 Prozent. Das Unternehmen hatte seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal stärker gesteigert als erwartet und dabei von der anziehenden Nachfrage in Asien und Europa profitiert. Die Anteilsscheine des Landmaschinenherstellers Deere schlossen nach einem schwachen Start 2,7 Prozent im Plus. Der Konzern hatte im vierten Quartal Verluste angehäuft und bereitete die Anleger zudem auf rückläufige Umsätze im kommenden Jahr vor.

Das Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes hatte sich Ende November leicht verbessert. Der entsprechende Index von Reuters und der Universität Michigan stieg nach endgültigen Berechnungen bis Ende November vom Mittwoch auf 67,4 Punkte von 66,0 Zählern in der ersten Monatshälfte. Auch vom Immobilienmarkt kamen positive Signale. Die Zahl der verkauften Eigenheime in den USA kletterte im Oktober um 6,2 Prozent. Binnen Jahresfrist lag das Plus bei 5,1 Prozent. Begrenzt wurden die Gewinne an der Börse jedoch durch einen unerwarteten Rückgang bei den Auftragseingängen für langlebige Güter im Oktober.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 795 Mio. Aktien den Besitzer. 2 042 Werte legten zu, 960 gaben nach und 121 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,4 Mrd. Aktien 1 214 Titel im Plus, 1 444 im Minus und 146 unverändert.

Die zehnjährigen Staatsanleihen legten im späten Handel auf 100-29/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 3,27 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gewannen auf 102-13/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,23 Prozent.

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