Börse New York
Wall Street schließt mit Verlusten

Der Zuspruch von Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Hollande zum Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone sorgte zunächst für Entspannung an den US-Börsen. Doch die EZB-Entscheidung ließ Anleger bangen.
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Sorgen wegen der europäischen Schuldenkrise haben die US-Börsen am Mittwoch belastet. Das Bekenntnis von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone schien den Markt zunächst zu stützen. Doch dann machte die Nachricht die Runde, dass die Europäische Zentralbank mehreren griechischen Banken kein Geld mehr zukommen lässt, da es bislang keine erfolgreiche Rekapitalisierung der betroffenen Institute gebe.

Die Wall Street drehte ins Minus - und es half auch nichts, dass die US-Notenbank signalisierte, sich die Tür für weitere Konjunkturhilfen offenzuhalten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit Abschlägen von 0,26 Prozent auf 12.598 Punkten. Das Marktbarometer bewegte sich zwischen 12.597 und 12.722 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 fiel 0,4 Prozent auf 1324 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,7 Prozent auf 2874 Punkte. In Frankfurt schloss der Dax mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 6384 Punkten.

Zunächst hatte in New York noch Zuversicht geherrscht, nachdem Merkel ihr Bekenntnis zu Griechenland am Dienstagabend auf einer Pressekonferenz mit dem neuen französischen Präsidenten Francois Hollande abgegeben hatte. Das dämpfte vorerst Befürchtungen, Griechenland könne aus der Euro-Zone ausscheren - und damit eine Kettenreaktion für andere schuldengeplagte Staaten wie Spanien oder Italien auslösen. Doch dann gewann der Pessimismus wieder überhand, als bekannt wurde, dass die EZB mehrere angeschlagene griechische Banken nicht mehr refinanziert.

Eine mit den Vorgängen vertraue Person sagte, bei insgesamt vier Instituten sei das Kapital bereits so sehr aufgezehrt, dass sie mit negativem Eigenkapital arbeiten würden. Damit kann die EZB sie nach ihren eigenen Statuten nicht mehr mit Liquidität versorgen. Geschäftsbanken sind auf die regelmäßige Liquiditätsversorgung durch die Notenbank über Refinanzierungsgeschäfte angewiesen.

Auf den Verkaufslisten standen vor allem Aktien von J.C.Penney, die um fast 20 Prozent einbrachen. Der Einzelhändler kürzt nach einem Quartalsverlust seine Dividende.

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General Electric zählt zu den Gewinnern

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  • In diesem Falle wünsche ich mir sogar mal, dass sie wieder umfällt ! Und 90% der Deutschen wohl auch...

  • "Das Bekenntnis von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone ..."

    Merkel hatte sich ja auch mal für Guttenberg und Röttgen zu einem Verbleib im Kabinett ausgesprochen.

    Die Bekenntnisse der Bundeskanzlerin Angela Merkel.

  • Ein Deutscher in Germanien.
    Wir dürfen ja wohl noch selbst entscheiden, wem wir unser Geld geben. Der größte Batzen Geld für Griechenland kommt aus Deutschland.

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