Börse New York
Wall Street schließt mit Verlusten

Der Höhenflug der US-Börsen ist erst einmal gestoppt. Der Dow Jones geht niedriger aus dem Handel, S&P 500 gerät leicht ins Minus. Derweil geraten die Bankaktien unter Druck. Auch Aktien von Boeing verloren.
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New YorkDie Verunsicherung in Europa über das Rettungspaket für Zypern ist auch an der Wall Street nicht spurlos vorüber gegangen. Viele Anleger nahmen die Nervosität an den Märkten zum Anlass, um Gewinne einzustreichen. US-Börsianer zeigten sich allerdings gelassen. "Das ist einfach Teil eines Verdauungs- und Konsolidierungsprozesses", sagte Marktstrategin Quincy Krosby von Prudential Financial. "Panik sehen wir hier im US-Markt nicht."

An den europäischen Börsen hatten die Investoren zunächst verschreckt reagiert auf Pläne Zyperns, im Zuge des von den Euro-Partnern in Aussicht gestellten Hilfspakets auch gewöhnliche Bankkunden in die Pflicht zu nehmen. Die vorgesehene Zwangsabgabe auf Spareinlagen wurde als Tabubruch aufgenommen und weckte Befürchtungen, dass auch andere Krisenländer zu einem solchen Schritt gezwungen werden könnten. Doch nach heftigen Protesten soll das Rettungsprogramm für Zypern neu verhandelt werden - mit dem Ziel, dass Kleinsparer nun verschont werden. "Für Investoren geht es letztlich um die Frage: Löst dies Ansteckungseffekte aus?", sagte Marktstrategin Krosby. Die europäischen Regierungen müssten nun die Risiken eindämmen und deutlich machen, dass es sich um ein Spezialangelegenheit Zyperns handele.

Der Dow-Jones -Index der Standardwerte ging 0,4 Prozent tiefer aus dem Handel mit 14.452 Punkten, nachdem er zwischen 14.404 und 14.521 Stellen gependelt hatte. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,55 Prozent auf 1552 Zähler. Der Technologieindex Nasdaq gab 0,35 Prozent nach auf knapp 3238 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax mit einem Minus von 0,4 Prozent bei 8010 Zählern.

Zu den Kursverlierern zählten insbesondere Banken, die auf Nachrichten zur Euro-Schuldenkrise häufig empfindlich reagieren. Der Sektorindex KBW gab 0,9 Prozent nach. JPMorgan Chase rutschten ein Prozent ab und Citigroup sogar 2,2 Prozent.

Auch von Boeing -Papieren trennten sich die Anleger. Der europäische Rivale Airbus schnappte dem US-Flugzeugbauer einen seiner größten Kunden in den Schwellenländern ab. Lion Air bestellte bei den Europäern 234 Flugzeuge für insgesamt 18,4 Milliarden Euro. Damit erhielt Airbus den größten Auftrag seiner Geschichte. Boeing-Aktien verloren 1,4 Prozent an Wert.

An der New Yorker Börse wechselten rund 680 Millionen Aktien den Besitzer. 1155 Werte legten zu, 1845 gaben nach und 106 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,54 Milliarden Aktien 862 im Plus, 1617 im Minus und 87 unverändert.

Die Verunsicherung in Europa über das Rettungspaket für Zypern hat am Montag Investoren zum Kauf von US-Staatsanleihen bewogen. Die zehnjährigen Bonds gewannen 10/32 auf 100-12/32 und rentierten mit 1,96 Prozent. Die 30-jährigen Bonds legten 15/32 zu auf 98-26/32 und hatten eine Rendite von 3,19 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Achja, wenn ich den Indexverlauf sehe, dann haben die Amis nicht mal wirklich Zeit für den "Schulterblick" nach hinten. Das juckt nicht mal periphär! Die machen weiter in der Jagd nach neuen Rekorden, denn Zypern hat keinen Einfluß auf die geschäftspolitischen Entscheidungen in Amerika! Die brauchen Zypern nicht, weil sie eine eigene Gelddruckerei besitzen!

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