Börse New York
Wall Street schließt mit Verlusten

An der Wall Street wagen sich die Anleger genauso wenig aus der Deckung wie in Deutschland. Keiner kann die neuesten Arbeitsmarktzahlen im Hinblick auf die zukünftigen Handlungen der Fed einordnen.
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New YorkDie Ungewissheit über weitere Zentralbank-Hilfen für die maue Konjunktur hat die Wall Street auch am Mittwoch unter Druck gesetzt. Die Börsianer werden bereits seit Tagen von der Frage umgetrieben, ob die US-Notenbank Fed ihre aggressiven Wertpapierkäufe früher als erwartet zurückfährt. Es habe zuletzt nicht viele gute Nachrichten gegeben, sagte Marktstratege Fred Dickson von D.A. Davidson & Co. "Das Ausmaß der Sorge über den nächsten Schritt der Fed ist schon überwältigend."

Der Konjunkturbericht der Fed, das sogenannte Beige Book, fand jedoch an den Märkten zunächst keinen nennenswerten Widerhall. Darin konstatierten die Notenbanker, dass sich die Wirtschaftserholung der US-Wirtschaft zuletzt in mäßigem Tempo fortgesetzt habe und die Zahl der Neueinstellungen dabei relativ gering geblieben sei.

Ebenfalls kaum neue Aufschlüsse brachten neue Konjunkturdaten, die durchwachsen ausfielen. So signalisierte der Arbeitsmarktbericht des privaten Anbieters ADP zwar einen weiteren Stellenaufbau in den USA, der aber langsamer ist als gedacht. Eine Umfrage im Dienstleistungssektor zeigte eine anziehende Geschäftstätigkeit, zugleich jedoch ein dürftiges Beschäftigungswachstum. Ferner zog die Industrie zuletzt nicht so viele Aufträge an Land wie von Volkswirten prognostiziert.

"Die Zahlen heute morgen waren nicht überraschend. Sie waren nichts, was die Leute dazu bringt, in den Markt einzusteigen und die Indizes auf neue Höchststände zu treiben", sagte Rick Meckler, Präsident der Investmentfirma LibertyView Capital Management. "Generell herrscht einfach Vorsicht." Als wichtiger Wegweiser gilt der monatliche Arbeitsmarktbericht der Regierung, der am Freitag vorgelegt wird. Die Entwicklung der Beschäftigungslage ist für die Fed ein wichtiger Faktor, der die Geldpolitik bestimmt.

Der Dow Jones mit den 30 Standardwerten schloss 1,4 Prozent tiefer mit 14.960 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor ebenfalls 1,4 Prozent auf 1608 Zähler. Der Nasdaq gab 1,3 Prozent nach auf 3401 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax 1,2 Prozent im Minus bei 8196,18 Punkten und fiel damit auf den niedrigsten Stand seit vier Wochen.

General-Motors -Aktien verbilligten sich um 2,7 Prozent. Die US-Regierung verkauft erneut Aktien der Opel-Mutter und verringert damit ihren Anteil an dem vor Jahren mit staatlichen Hilfen geretteten Autobauer.

Amazon rückten 0,6 Prozent vor. Der weltgrößte Online-Händler will Insiderinformationen zufolge im großen Stil in das Geschäft mit Lebensmitteln einsteigen.

Der Apple -Kurs sank um 0,9 Prozent. Zuvor hatte Rivale Samsung im langwierigen Patent-Streit einen Punktsieg errungen. Die US-Handelskommission ITC sieht es als erwiesen an, dass Apple bei seinen älteren iPhone- und iPad-Geräten ein Patent der Südkoreaner verletzt hat.

An der New Yorker Börse wechselten rund 740 Millionen Aktien den Besitzer. 557 Werte legten zu, 2462 gaben nach und 91 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,8 Milliarden Aktien 567 im Plus, 1948 im Minus und 83 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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