Börse New York
Wall Street schließt mit Zugewinnen

Die Zahlen der Citigroup sind ein Grund für einen starken Wochenauftakt der Börsen in den USA. Der große Kurssprung blieb allerdings aus. Denn im Laufe dieser Woche veröffentlichen einige US-Unternehmen ihre Zahlen.
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New YorkErmutigende Geschäftszahlen der Citigroup und von den US-Einzelhändlern haben der Wall Street zum Wochenstart Auftrieb verliehen. Bei der amerikanischen Großbank liefen vor allem die lange kriselnde Hypothekensparte und das Investmentbanking wieder besser. Die Einzelhändler hatten im September 1,1 Prozent mehr in den Kassen als im August und konnten somit den zweiten Monat in Folge ein kräftiges Umsatzplus verbuchen. "Das ist ein sehr gutes Zeichen für das Weihnachtsgeschäft", sagte Börsenexperte Todd Schoenberger von BlackBay. Der Einzelhandel gilt als wichtiger Indikator für die Konjunkturentwicklung in den USA, da deren Wirtschaftsleistung zu mehr als zwei Dritteln vom privaten Konsum abhängt. Dennoch blickten Anleger mit Skepsis nach Europa und warteten auf Anzeichen, ob und wenn ja wann Spanien unter den Euro-Rettungsschirm schlüpft.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsende mit einem Plus von 0,7 Prozent bei 13.424 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte das Leitbarometer zwischen 13.325 und 13.437 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1440 Punkten, ein Aufschlag von 0,8 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,7 Prozent und ging mit 3064 Punkten aus dem Handel. In Frankfurt schloss der Dax mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 7261 Punkten. Hier machten vor allem Exportdaten aus China den Anlegern Mut.

Der kostspielige Ausstieg aus einem Broker-Joint-Venture brockte der Citigroup zwar im abgelaufenen Quartal einen Gewinneinbruch ein. Um Sonderposten bereinigt stieg der Gewinn aber über die Markterwartungen. Die Aktie des Geldhauses sprang um 5,5 Prozent nach oben. In ihrem Sog zogen auch die Papiere der Rivalen Bank of America und Goldman Sachs deutlich an. Die Bilanzen der Konkurrenten JP Morgan und Wells Fargo hatten zuletzt unter Anlegern Sorgen um die Gewinnmargen der Finanzinstitute geschürt.

Die Übernahmewelle auf dem US-Mobilfunkmarkt ließ die Aktien von Sprint Nextel mit einem Minus von 0,7 Prozent aus dem Handel gehen, nachdem die Papiere mit Aufschlägen gestartet waren. Der Großteil des drittgrößten US-Anbieter wird für 20 Milliarden Dollar von dem japanischen Netzbetreiber Softbank übernommen. Es ist bereits der zweite Mega-Deal in diesem Monat, nachdem die Deutsche Telekom angekündigt hatte, ihr Sorgenkind T-Mobile USA mit dem Rivalen MetroPCS zu fusionieren. Analysten tippen nun darauf, dass die Japaner der Telekom den Wunschpartner MetroPCS noch ausspannen könnten - in Frankfurt verlor die Telekom-Aktie 1,3 Prozent. Sprint-Konkurrent AT&T schloss 1,2 Prozent tiefer.

Pharmawerte standen ebenfalls im Mittelpunkt. Eli-Lilly -Aktien sprangen mehr als vier Prozent nach oben. Der Konzern hatte zuvor erfolgreiche Studienergebnisse eines Magenkrebsmedikaments veröffentlicht. Die Papiere des Rivalen Abbott Laboratories kletterten rund vier Prozent: Laut einer Studie hatte ein Mittel gegen Hepatitis C bei mehreren Patientengruppen vielfach zu einer Heilung geführt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 620 Millionen Aktien den Besitzer. 1991 Werte legten zu, 989 gaben nach und 109 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,56 Milliarden Aktien 1561 im Plus, 893 im Minus und 127 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die beflügelte Wall Street mit 0,2% Gewinn!? Wohl dem der sich seine eigene Meinung macht! Aber es soll ja auch kleine, klitzekleine Flügel, je nachdem wie man es betrachtet.

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