Börse New York
Wall Street schließt nach Fed uneinheitlich

Als erste große Notenbank weltweit dämmt die amerikanische Fed die nach der Finanzkrise ausgelöste Geldflut ein. Sie will ihre mit Wertpapierkäufen auf 4,5 Billionen Dollar aufgeblähte Bilanz ab Oktober verringern.
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New YorkNach der Zinsentscheidung der US-Notenbank hat sich die New Yorker Börse uneinheitlich gezeigt. Nachdem sich die Anleger vor der mit Spannung erwarteten Fed-Erklärung am Mittwoch zurückgehalten hatten, legte der Dow Jones anschließend zu und schloss mit einem Plus. Die technologielastige Nasdaq zeigte sich dagegen unter anderem wegen eines fallenden Apple-Kurses schwächer.

Der Dow-Jones-Index stieg um 0,2 Prozent auf 22.413 Punkte. Der breiter gefasste S&P legte um 0,1 Prozent auf 2508 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor dagegen 0,1 Prozent auf 6456 Zähler. Der Dax hatte sich zuvor mit einem Plus von 0,1 Prozent auf 12.569 Punkte aus dem Handel verabschiedet. Der EuroStoxx50 verlor 0,2 Prozent auf 3525 Zähler. Die Aussicht auf höhere US-Zinsen beflügelte den Dollar, der zum Euro zulegte.

Die Fed ließ erwartungsgemäß den Schlüsselzins in der Spanne von 1,0 bis 1,25 Prozent. Als erste große Notenbank weltweit dämmt sie allerdings die nach der Finanzkrise ausgelöste Geldflut ein. Sie will ihre mit Wertpapierkäufen auf 4,5 Billionen Dollar aufgeblähte Bilanz angesichts der brummenden Wirtschaft ab Oktober eindampfen. Händler stellen sich auf eine geldpolitische Straffung im Dezember ein: Die Wahrscheinlichkeit wurde auf 72 Prozent taxiert. "Vielleicht beginnt sich am Markt die Erkenntnis durchzusetzen, dass sie wirklich im Dezember loslegen wollen", sagte der Ökonom Tom Porcelli von RBC Capital Markets.

Bei den Einzelwerten standen lange Zeit die Technologie-Werte im Fokus. Der Apple-Kurs lastete nach Berichten über Verbindungs- und Batterieproblemen bei der neuen Generation der Apple-Watch auf der Stimmung. Die Aktie schloss knapp 1,8 Prozent im Minus. Western-Digital-Titel gaben 3,9 Prozent ab. Der Festplattenhersteller dürfte im Rennen um Toshibas Chipsparte das Nachsehen haben.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 837 Millionen Aktien den Besitzer. 1602 Werte legten zu, 1268 gaben nach und 178 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,02 Milliarden Aktien 1646 Werte im Plus, 1271 im Minus und 197 unverändert.

Auch die US-Staatsanleihen zeigten sich uneinheitlich. Die zehnjährigen Papiere fielen um 6/32 auf 99-28/32 Dollar und rentierten mit 2,27 Prozent. Die 30-jährigen Bonds stiegen dagegen um 5/32 auf 98-28/32 Dollar. Sie hatten eine Rendite von 2,81 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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